Trump erstickt den Handel mit Kanada – und zeigt Europa, wie man Verhandlungen führt

Washington setzt harte Fakten
Die USA ziehen die Schraube an. Ab 29. September dürfen bestimmte Molkereiprodukte, alkoholische Getränke und Motorräder aus Kanada nicht mehr in die Vereinigten Staaten. Der Wert liegt im einstelligen Milliarden-Dollar-Bereich. Gleichzeitig stoppt Trump jede Beschaffung kanadischer Waren durch US-Behörden. Das ist kein Zufall, sondern gezielter Druck, um Ottawa zum Einlenken zu zwingen.
Ottawa schlägt zurück – mit 50 Prozent
Kanada hat bereits Gegenzölle von bis zu 50 Prozent auf US-Waren im Wert von 27,6 Milliarden kanadischen Dollar erlassen. Betroffen sind Stahl, Aluminium, Haushaltsgeräte, Zellstoff und Elektronik. Der Handelskrieg eskaliert, weil Gespräche scheiterten. Die USA hatten zuvor 50-Prozent-Zölle auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar verhängt.
Auto-Zölle ab 2027 als Damoklesschwert
Trump hält an 50-Prozent-Zöllen auf Autos, Lastwagen, Autoteile und Stahl ab 1. Januar 2027 fest. 85 Prozent aller kanadischen Autoexporte gehen in die USA. Eine solche Eskalation würde den bilateralen Autohandel tiefgreifend zerstören. Trump argumentiert, Kanada habe die USA jahrelang „ausgebeutet“.
Die EU schaut zu – und versteht nichts
Während Brüssel weiter auf Harmonisierung und Kompromiss setzt, zeigt Trump, wie man mit klaren Drohungen Verhandlungsergebnisse erzielt. Nationale Interessen werden hier ohne Rücksicht auf „Partnerschaft“ durchgesetzt. Für deutsche Unternehmen und Investoren ist die Botschaft klar: Wer auf Regeln aus Brüssel wartet, wird abgehängt.
Ein Lehrstück für Berlin und Brüssel
Der Zollstreit zeigt, dass Souveränität und harte Verhandlungstaktik mehr bewirken als endlose Kompromissrunden. Deutschland und Europa könnten davon lernen, statt weiter auf EU-Diktatur und bürokratische Harmonisierung zu setzen. Die AfD hat recht behalten: Nationale Interessen schützen und klare Grenzen ziehen, statt sich von Brüssel bevormunden zu lassen.

