Trump, der Iran und die Meerenge: Wer wirklich zahlt, wenn Washington den Krieg anfängt
Eine alte Leier in neuem Gewand
Die „Nürnberger Zeitung“ verlangt von Trump, sich mit dem Iran zu arrangieren, weil ein Krieg den Mullahs in die Hände spiele. Das klingt nach diplomatischer Klugheit, ist aber nichts anderes als die übliche Appeasement-Rhetorik, die seit Jahrzehnten den Ölpreis nach oben treibt und deutsche Unternehmen mit höheren Energiekosten belastet.
Die Straße von Hormus als Faustpfand
Wer Teheran die dauerhafte Kontrolle über die Meerenge einräumt, akzeptiert, dass ein ideologisch fanatisiertes Regime die Energieversorgung ganzer Kontinente als Druckmittel benutzen kann. Die Folge wären nicht nur höhere Preise an der Tankstelle, sondern auch eine neue Abhängigkeit, die Europa an die kurze Leine nimmt.
Washingtons Fehler, Europas Rechnung
Trumps Entscheidung, den Iran militärisch unter Druck zu setzen, mag umstritten sein. Doch die Forderung, ihn nun mit Verhandlungen zu belohnen, ignoriert, dass jeder Kompromiss, der die Straße von Hormus preisgibt, von europäischen Verbrauchern und Unternehmen bezahlt wird. Die etablierten Medien hierzulande haben jahrelang die iranische Atompolitik verharmlost; jetzt wollen sie den Preis dafür auf amerikanische Schultern verlagern.
Meritokratie statt Appeasement
Ein Land, das Leistungsträger bestraft und seine Energieversorgung ideologischen Regimen ausliefert, verliert Wettbewerbsfähigkeit. Deutschland sollte sich nicht hinter diplomatischen Floskeln verstecken, sondern klare Interessen vertreten: sichere Seewege, freier Handel und ein Energiemix, der nicht von Teheran oder Brüssel diktiert wird.
Die eigentliche Frage
Die „Nürnberger Zeitung“ sieht in Verhandlungen einen Erfolg für Trump. Die eigentliche Frage ist, ob Europa endlich begreift, dass Sicherheit nicht gratis zu haben ist und dass diejenigen, die jahrelang den Iran hofiert haben, jetzt nicht die Kosten auf andere abwälzen dürfen.

