Trump bombardiert iranische Revolutionsgarden – Ölroute Straße von Hormus im Fadenkreuz
Direkter Schlag, direkte Antwort
Die Vereinigten Staaten haben iranische Stellungen nahe der Straße von Hormus mit Luftschlägen attackiert. Präsident Trump bestätigte, dass es sich um gezielte Angriffe auf Einheiten der Revolutionsgarden handelt, die Minen in der Meerenge verlegen wollten. Der Iran reagierte wenige Stunden später mit Raketen und Drohnen auf US-Stützpunkte in Jordanien.
Die Angriffe markieren die zweite militärische Eskalation innerhalb weniger Tage. Bereits in der Nacht zum Montag hatten sich beide Seiten gegenseitig unter Beschuss genommen. Eine dauerhafte Lösung des Konflikts scheint weiter entfernt denn je.
Trump: „Noch viel härter und größer“
Trump drohte dem Iran im Fall einer weiteren Vergeltung mit massiven Folgeschlägen. „Sollte die gescheiterte Nation Iran reagieren, wird sie noch viel härter und in größerem Umfang getroffen werden“, schrieb er auf Truth Social. Ein möglicher Vernichtungsschlag stehe noch aus, warnte der Präsident.
US-Verteidigungsministerium und Centcom bestätigten die Angriffe auf Radar- und Raketenstellungen der Revolutionsgarden. Ziel sei es, iranische Fähigkeiten zum Angriff auf Öltanker und Militärschiffe zu zerstören.
Zivile Opfer, wirtschaftliche Folgen
Iranische Staatsmedien berichten von Explosionen in Bandar Abbas, auf den Inseln Gheschm und Lavan sowie in Tschabahar. Bei einem Angriff auf eine Hochzeitsfeier im Raum Sirik kamen vier Menschen ums Leben, darunter ein vierjähriges Kind. Über fünfzig weitere Personen wurden verletzt.
Die Straße von Hormus ist die wichtigste Passage für den globalen Öl- und Gastransport. Jede Behinderung des Schiffsverkehrs schlägt sofort auf Preise und Lieferketten durch. Investoren beobachten daher jede Eskalation mit besonderer Aufmerksamkeit.
Diplomatie gescheitert
Ein im Juni geschlossenes Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran sollte die Meerenge wieder öffnen. Es zerbrach innerhalb weniger Wochen. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte am Dienstag, der Iran sei nicht bereit für ein Abkommen. Trump selbst nannte jedes Papier mit Teheran „das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht“.
Die USA setzen nun auf militärischen und wirtschaftlichen Druck. Ob dieser Kurs den Iran tatsächlich in Verhandlungen zwingt oder nur weitere Raketen provoziert, bleibt offen.
Was Anleger jetzt wissen müssen
Energiepreise reagieren bereits auf die Eskalation. Wer in Öl-, Gas- oder Schifffahrtsaktien investiert ist, sollte die Lage an der Straße von Hormus genau verfolgen. Eulerpool-Daten zeigen, dass Volatilität in diesen Sektoren bei geopolitischen Krisen oft über Wochen anhält.
Für langfristig orientierte Investoren bleibt die Kernfrage: Wer kontrolliert künftig die Meerenge – und zu welchem Preis?

