Iran-Krieg

Trump: Angriff auf Brücke oder Kraftwerk für Schiffsbeschuss

22. Juli 2026, 21:36 Uhr · Quelle: dpa
Libanons Präsident Aoun in den USA
Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
US-Präsident Trump verschärft seinen Kurs im Iran-Krieg.
Seit Tagen greift das US-Militär Ziele im Iran an. Zuletzt verschärfte US-Präsident Trump seine Rhetorik – und setzt nun einen oben drauf.

Washington (dpa) - Die USA werden nach den Worten von US-Präsident Donald Trump künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran «bombardieren und zerstören», wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt. Dabei würden auch Brücken und Kraftwerke in Teheran oder in der Nähe ins Visier genommen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Dabei sei es Trump egal, ob der Iran Schiffe in der Meerenge mit Raketen, Drohnen oder andren Waffen attackiere.

Bereits vergangene Woche hatte Medien über Angriffe des US-Militärs auf mehrere Brücken und einen Flughafen im Iran berichtet. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür bislang nicht. Mit den Angriffen auf Brücken sollten Nachschubwege zu einem iranischen Marinestützpunkt an der Straße von Hormus unterbrochen werden, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten. Der Iran holte in Reaktion darauf erneut zu Vergeltungsschlägen gegen Ziele in den mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait, Bahrain sowie Katar aus. 

Irans UN-Botschafter hatte erklärt, die US-Angriffe auf zivile Infrastruktur stellten Kriegsverbrechen dar. Auch UN-Generalsekretär António Guterres äußerte über einen Sprecher Besorgnis über Angriffe auf zivile Infrastruktur im Iran und der gesamten Region. «Solche Angriffe sind inakzeptabel.» Das US-Militär erklärte unterdessen, man habe Dutzende «militärische Ziele» mit Präzisionsmunition getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur Küstenüberwachung. 

Trump droht immer wieder

In den vergangenen Tagen hatte Trump im festgefahrenen Iran-Krieg seine Rhetorik in Richtung Teheran verschärft. Erst am Dienstag hatte er erneut mit US-Angriffen auf das Areal rund um die iranische Atomeinrichtung gedroht, die als «Pickaxe Mountain» bekannt ist. «Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht», sagte er im Weißen Haus. Bereits zuvor hatte der Republikaner eine entsprechende Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt.

Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle. Er drohte mit noch heftigeren Angriffen. «Ehrlich gesagt haben sie bislang nichts gesehen. Wir waren nett», behauptete er in Gegenwart von Journalisten und Politikern. Nach Trumps Darstellung hatten die US-Angriffe auf iranische Ziele das Land hart getroffen. Das Land bräuchte Jahrzehnte für den Wiederaufbau.

Mit Blick auf die Dauer des Kriegs zeigte sich Trump unnachgiebig. «Wenn wir morgen gehen würden, hätten wir einen riesigen Erfolg verzeichnet. Aber wir werden morgen nicht weggehen», sagte er.

Zuletzt hatte sich die militärische Eskalation zwischen Washington und Teheran verschärft. Erst am Montag hatte Trump dem Iran außerdem erneut mit harter Vergeltung gedroht. «Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er diesen Tod um ein Vielfaches bezahlen!», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Zuvor hatte das US-Militär den Tod von drei weiteren US-Soldaten nach iranischem Beschuss bekanntgegeben. Die offiziell bekannte Zahl der im Krieg getöteten US-Militärangehörigen stieg mittlerweile auf 18.

Update: In einer früheren Version des Artikels hieß es, Trump habe angekündigt, dass auch andere zivile Infrastrukturobjekte in und um Teheran angegriffen würden. Richtig ist aber, dass auch Brücken und Kraftwerke in und um Teheran herum angegriffen würden.
Krieg / Konflikte / USA / Iran / Israel / Straße von Hormus / Donald Trump
22.07.2026 · 21:36 Uhr
[2 Kommentare]
Hamburger Hafen (Archiv)
Hamburg - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks an sechs deutschen Seehäfen aufgerufen. Betroffen sind die Standorte Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Die Arbeitsniederlegungen sollen am Montagabend ab Beginn der Nachtschicht für 24 Stunden stattfinden. Hintergrund ist […] (00)
vor 1 Minute
Hayden Panettiere
(BANG) - Der Tod von Hayden Panettiere wird untersucht, Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es bislang jedoch nicht. Die 'Heroes'-Schauspielerin starb im Alter von 36 Jahren, wie ihr Vater Alan Panettiere am Sonntag (16. August) bekannt gab. Die Polizei in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina teilte inzwischen mit, dass ein Bekannter der […] (00)
vor 2 Stunden
Stellenausschreibung deutet auf Live-Inhalte bei Apple Fitness+ hin
Apple sucht derzeit nach einem Studio-Produzenten für seinen Dienst Apple Fitness+. Eine aktuelle Stellenausschreibung liefert dabei interessante Hinweise darauf, dass der Konzern aus Cupertino künftig auf Live-Inhalte und interaktive Trainingsformate setzen könnte. Bild: pexels Fokus auf Live-Produktionen in Santa Monica Die Ausschreibung […] (00)
vor 2 Stunden
DOOM-Entwickler schießt gegen Microsoft: “Die verstehen nichts von Spielen”
Nun wird der Unmut über den Stellenabbau bei Microsoft auch in den Studios lauter. In einem Podcast übte ein führender Entwickler bei id Software, der Schmiede hinter Doom und Wolfenstein, heftige Kritik an der Xbox-Chefetage. Im Vormonat kündigte CEO Asha Sharma die Streichung von rund 3.200 Stellen an, während manche Experten gar von der größten […] (02)
vor 22 Stunden
«Rote Roben»: ARD macht Podcast zu 75 Jahre Bundesverfassungsgericht
Bestritten wird das neue Audio-Projekt vom Duo Bräutigam/Hyseni. ARD-Rechtsexperte Frank Bräutigam und Egzona Hyseni, Reporterin aus der ARD-Rechtsredaktion erzählen in fünf monothematischen Folgen spezielle Fälle hinter den Urteilen des Bundesverfassungsgerichts. Zum 75-jährigen Bestehen des Gerichts sprechen sie darüber, welche Auswirkungen die Entscheidungen auf Deutschland und die […] (00)
vor 3 Stunden
Trainings- und Fantag des FC Bayern München
München (dpa) - Ohne Jamal Musiala, dafür aber mit den Rückkehrern Harry Kane, Michael Olise und Dayot Upamecano hat sich der FC Bayern bei seiner Teampräsentation bejubeln lassen. Zwei Tage nachdem Musiala beim Testspiel gegen RB Leipzig (3: 1) große Sorgen bereitet hatte, schritt der 23-Jährige am Teamday am Campus des Clubs nicht mit den Münchner […] (00)
vor 30 Minuten
Speicherchips in der Achterbahn: Warum S&P-500-Optionen die Volatilität anheizen
Der unsichtbare Treiber: Optionshandel verzerrt Speicherchip-Kurse Die Speicherchip-Industrie erlebt derzeit eine ungewöhnliche Volatilitätswelle, die weniger mit fundamentalen Daten als vielmehr mit derivativen Finanzprodukten zu tun hat. Laut Thomas Sosnick, Head of Research bei Interactive Brokers, zeigt sich ein faszinierendes Muster: Bullische […] (00)
vor 23 Minuten
Sonntagsmatinee mit „Lucia Losada“ - 30. August 2026 | Beginn 14:00 Uhr
Gundelfingen, 17.08.2026 (lifePR) - Lucia Losada, eine talentierte Musikerin aus Passau, macht sich als Newcomerin in der spanischen und englischen Singer-Songwriter-Szene einen Namen. Mit gerade einmal 20 Jahren begann die halb-Spanierin, ihre eigenen Songs zu schreiben – Werke, die durch authentische Texte und eingängige Melodien bestechen. Eine neue […] (00)
vor 2 Stunden
 
Felix Banaszak (Archiv)
Berlin - Grünen-Chef Felix Banaszak hat den Klimaschutz-Vorstoß der SPD als nicht […] (01)
Russisches Haus (Archiv)
Berlin - Eine Außenstelle des Bundesdigitalministeriums ist in ein Gebäude […] (02)
Bundeswehr-Soldaten (Archiv)
Berlin - Die Bundeswehr hat zum Stichtag 31. Juli 2026 mit rund 186.700 Soldaten bei […] (01)
Hurrikan «Lala» - Hawaii
Hilo (dpa) - Hurrikan «Lala» hat auf Hawaiis größter Insel zahlreiche Gebäude […] (01)
Hayden Panettiere
(BANG) - Hayden Panettiere ist im Alter von 36 Jahren gestorben. Die 'Heroes'- […] (03)
Auktion als Realitätscheck Das 20-jährige Treasury-Angebot kommt zu einem Zeitpunkt, […] (00)
Review – Merach R50 – Ein Luft-Rudergerät muss nicht groß, teuer und kompliziert sein…
Wer zu Hause trainieren will, kennt wahrscheinlich das Problem: Irgendwann steht da […] (00)
Fortnite-Elite in Wien: Juu gewinnt Red Bull Reshuffle vor 1.000 Fans
Am 15. August 2026 wurde das Austria Center Vienna zum Fortnite-Mekka. Beim ersten […] (00)
 
 
Suchbegriff