Tilray-CEO verspricht in Kürze schwarze Zahlen - aber nicht überall

• Tilray-Anleger nach schwachen Zahlen besorgt
• Tilray-Chef verspricht baldige Profitabilität in einigen Regionen
• Einige Wachstumstreiber ausgemacht

Im letzten Geschäftsquartal lief es für Tilray deutlich schlechter als erwartet: Zwar konnten die Kanadier beim Umsatz überzeugen, die Erlöse lagen mit 45,9 Millionen US-Dollar um 371,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Doch das Wachstum ging massiv zu Lasten des Ergebnisses: Unter dem Strich fiel ein Minus von 35,1 Millionen US-Dollar, 0,36 US-Dollar je Aktie, an. Das Ausmaß des Verlustes traf Investoren unvorbereitet - sie schickten die Aktie infolge der Zahlen um mehr als 15 Prozent abwärts.

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Nach den schwachen Zahlen konnte Tilray aber mit positiven Meldungen aufwarten: Insbesondere die erste Liefervereinbarung mit einem deutschen Händler, die als wichtiger Meilenstein für die geplante Expansion in Europa gilt, konnte Anleger mit der tiefroten Quartalsbilanz versöhnen. Nun hat der Tilray-Chef erneut positive Nachrichten im Gepäck.

Schwarze Zahlen in einigen Regionen

Brendan Kennedy erklärte gegenüber Yahoo Finance, dass sein Unternehmen in Sachen Profitabilität Licht am Ende des Tunnels sieht: "In Kanada können wir in den nächsten ein oder zwei Quartalen profitabel sein. In Europa, Portugal, Deutschland definitiv in den nächsten zwei bis drei Quartalen. Einzelne andere Länder könnten noch etwas länger brauchen", so der CEO des Unternehmens.

Für den Gesamtkonzern wollte der Tilray-Chef aber keine ähnlich positive Aussage treffen, auch wenn in einigen Ländern schwarze Zahlen in Sichtweite sind: "Es gibt 41 Länder, die Cannabis für medizinische Anwendungen legalisiert haben. Das sind nur 20 Prozent der Länder der Welt - das wird sich in den nächsten zwei bis drei Jahren verdoppeln. Es ist eine wachstumsstarke Branche und sie steckt noch in den Kinderschuhen. Wir investieren weiter, um langfristig erfolgreich zu sein".

Profittreiber voraus

Es gebe mehrere Faktoren, die sich künftig positiv auf die Gewinnentwicklung auswirken könnten, glaubt der Tilray-CEO. Dabei verwies er insbesondere auf regulatorische Änderungen in Kanada, wo im Laufe des Jahres essbare Cannabis-Produkte legalisiert werden sollen. Davon will auch Tilray profitieren und mit seinem Partner Anheuser-Busch insbesondere im Getränkemarkt mitmischen. Auch im Bereich Vapes rechnet sich Tilray Marktchancen aus. Allesamt Wachstumstreiber, auf die auch andere Konkurrenten in Kanada große Hoffnungen setzen.

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Ausland
[finanzen.net] · 18.09.2019 · 08:03 Uhr
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