thyssenkrupp kassiert Prognose - thyssenkrupp-Aktie zündet dennoch Kursfeuerwerk

Wie der im MDAX gelistete Konzern mitteilte, ist eine verlässliche Einschätzung der Geschäftsentwicklung derzeit nicht möglich. Der Prognosebericht könne daher nicht länger aufrechterhalten werden. Der Konzern arbeite konsequent daran, geschäftliche Auswirkungen der Krise zu begrenzen.

thyssenkrupp hatte Mitte Februar die Prognose noch bestätigt. Das bereinigte EBIT sollte demnach auf dem Vorjahresniveau von 800 Millionen Euro gehalten werden, der Jahresfehlbetrag jedoch höher ausfallen. Auch wurde erwartet, dass der negative freie Cashflow vor Zu- und Verkäufen sich weiter verschlechtern wird. Im ersten Geschäftsquartal lag der Mittelabfluss bei knapp 2,5 Milliarden Euro. Dies und die Neubilanzierung von Leasingverpflichtungen nach IFRS 16 trieben die Nettofinanzverschuldung auf 7,1 Milliarden Euro in die Höhe.

thyssenkrupp-Aktien steigen

thyssenkrupp-Aktien stiegen bis zum Handelsende via XETRA um 26,44 Prozent auf 4,93 Euro.

Die Aktien von thyssenkrupp haben einen zurückgezogenen Ausblick am Dienstag nach ihrem jüngsten Kurseinbruch im Zuge der Corona-Krise sehr gut weggesteckt.

Der angeschlagene Stahl- und Industriekonzern hatte am Vorabend nach Xetra-Börsenschluss wegen der Corona-Krise seine ohnehin düstere Prognose für das laufende Geschäftsjahr kassiert, was laut Händlern aber keineswegs überraschte. Damit wurde dies am Dienstag für die Aktien in einer marktbreiten Erholung nicht zur erneuten Stolperfalle. Seit Mitte Februar hatten die Papiere ihren Wert binnen eines Monats gedrittelt, sodass Händler nun von einer Gegenreaktion im erholten Marktumfeld sprachen.

(Dow Jones Newswires / dpa-AFX)

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[finanzen.net] · 24.03.2020 · 17:51 Uhr
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