THOSE WHO REMAIN – Review – Der Grat zwischen Licht und Schatten ist schmal, aber wir bleiben im Licht

Mit THOSE WHO REMAIN kommt ein neuer Horror-Adventure Titel auf die heimischen Spielsysteme. Camel 101, Wired Productions und WhisperGames nehmen euch mit auf ein Psychotrip zwischen Licht und Dunkelheit.

Mit der Datengröße von 11,3 Gigabyte auf der Xbox one ist das Spiel noch in einem überschaubaren und schnell zu installierenden Rahmen, aber in Anbetracht der etwa 6-7 Stunden wiederum relativ viel… Wie dem auch sei, es kommt ja auf den Inhalt hab und nicht auf die Verpackung.  Also fix heruntergeladen und los geht’s.

Im Hauptmenü haben wir die Möglichkeit, Sprache, das Sichtfeld und die Helligkeit einzustellen. Wenn ihr die Empfindlichkeit der Steuerung noch etwas anpassen möchtet, (und das würde ich euch empfehlen) habt ihr hier natürlich auch die Option etwas nach euren Vorlieben an den Stellschrauben zu drehen. 

Genug eingestellt, wir wollen sehen was THOSE WHO REMAIN uns bietet.

Wir übernehmen die Kontrolle von Edward, ein in Untreue verfallenem Ehemann und Vater, der nahezu alles verloren hat, was ihm einst Alles bedeutete. Von seinen Gewissensbissen geplagt entscheidet er sich dem ein Ende zu machen und seiner Affäre in den Wind zu schießen. Auf dem Weg zu einer Verabredung in einem Motel an der Stadtgrenze wird er stets weiter von Selbstzweifel gequält. Wir fahren vor, steigen aus und betreten die Motelrezeption. Aber niemand ist zu sehen… Wir hatten doch eine Verabredung, aber wo sind denn alle?

Auf der Suche nach dem richtigen Zimmer werden wir schließlich fündig in dem wir die Liste der eingecheckten Gäste untersuchen. Immer noch gähnende Leere. Wir betreten das besagte Zimmer, aber auch hier ist niemand zu finden. Die Dusche läuft zwar aber wieder… Niemand zu sehen. Plötzlich klingelt das Telefon und eine mysteriöse Stimme sagt uns nur 3 Wort: Bleib im Licht!… Stille, auch kein Freizeichen… Nichts. Uns fällt eine Zeitung ins Auge die von Personen berichtet die auf unbekannte Weise verschwunden sind.

Was ist hier los?  Wo sind alle Leute? Und, warum soll ich im Licht bleiben? Was ist hier los?

Unverrichteter Dinge verlassen wir das Zimmer und sehen, wie unser Auto wegfährt. Panisch rennen wir hinterher, doch haben keine Chance es einzuholen. Weit draußen, außerhalb der Stadt bereiten wir uns auf einen längeren Fußmarsch vor. Auf dem Weg finden wir unser verunfalltes, brennendes Auto, keine Anzeichen des Fahrers oder der Unfallursache. An einem alten Bauernhaus hoffen wir auf Hilfe… aber auch diese Hoffnung löst sich schnell in Luft auf. Beim Betreten des Gebäudes sehen wir im Dunkel ein paar grün leuchtende Augen, regungslose Gestalten, mit Mistgabeln und Macheten… in der Dunkelheit stehen sie da und beobachten uns bis wir das Licht anschalten, denn da ist dann… nichts. Wir schalten es wieder aus und dann werden wieder von diesen Augen beobachtet. Also machen wir jedes Licht an was uns zur Verfügung steht, denn sobald wir den mysteriösen Wesen zu nahe kommen sind sie leider nicht mehr so die harmlosen Schatten im Dunkeln und setzen uns ein Ende mit dem Ergebnis, dass wir am letzten Checkpoint wieder starten dürfen.

Als wir das Haus über den Hinterausgang verlassen sehen wir, das die Eingangstür zugenagelt ist, aber… wir sind doch hier hereingekommen. So langsam wird uns klar was die Stimme gemeint hat mit dem “Bleib im Licht!“, denn Licht scheint die einzig sichere Zuflucht zu sein.

Ab jetzt lasse ich euch mit dem Story Gelaber in Ruhe, um Spoiler zu vermeiden.

Auf unserem Weg gilt es also durch kleinere Rätsel den Weg durch die Dunkelheit zu finden und den Kreaturen aus dem Weg zu gehen. Sorgt für also für Licht, um euren Weg zu finden.

Dabei betreten wir immer wieder eine Art Parallelwelt, die der Realität in großen und ganzen ähnlich zu sein scheint, aber mit anderen physikalischen und zeitlichen Gesetzen. So können wir Objekte manipulieren, verschieben oder entfernen um uns in der anderen Welt einen Weg zu öffnen um weiter zu kommen, der uns vorher versperrt war. Die Komplexität der Rätsel ist dabei nicht sehr hoch, aber dennoch müssen wir unsere Aufmerksamkeit auch auf die kleinen Dinge legen, um auch die kleinen Hinweise richtig zu nutzen.

Da wir uns aktiv nicht gegen unsere Gegner wehren können, ist unser Hauptaugenmerk darauf gelegen, Ihnen aus dem Weg zu gehen. Bei einer direkten Konfrontation ziehen wir den Kürzeren und müssen unser Glück vom letzten Checkpoint erneut versuchen.

Bei der Bewegungssteuerung ist THOSE WHO REMAIN an gängigen Titel mit Ego Perspektive angelegt und die Empfindlichkeit kann hier nach eigenen Wünschen eingestellt werden. Durch die Aktionstasten interagieren wir mit der Umgebung und Objekten. Die Bewegung selbst wirkt etwas unpräzise und beim Anwählen von kleinen Objekten ist dann so manches Mal etwas Fingerspitzengefühl gefragt bis man interagieren kann… und unter Zeitdruck ist das dann ein bissel nervenaufreibend.

Die Atmosphäre  wird von der düsteren Grafik sehr gut durch den beklemmenden Hintergrundsound untermauert. Bei den Texturen und der allgemeinen Aufmachung des Spiels wurde aber allgemein etwas einfacher gestrickt. Die Umgebung ist zwar gespickt mit allerhand kleinen Details, wie zum Beispiel den Aufdruck von Zigarettenschachteln und detailreiche Bilder an den Wänden aber die  Gestaltung von THOSE WHO REMAIN ist eher geradlinig und mit einfachen Objekt- und steril wirkenden Modellen aufgebaut. Aber nicht nur die Umgebung ist gewöhnungsbedürftig, auch die Sicht selbst ist anfangs etwas “seltsam” und damit meine ich eine Art von leichter Fischaugen-Perspektive. Dabei ist der mittleren Bildschirmbereich im Focus steht und die Randbereiche sich perspektivisch verzerren, was vor allem in der Bewegung auffällt. Bei der Übersetzung wurden auch die ein oder andere Passage nicht ins Deutsche gebracht, zwar ist mir bei Dialogen nichts aufgefallen, aber manch ein Kommentar, wenn zum Beispiel ein Gegenstand zu schwer ist wurde vergessen.

THOSE WHO REMAIN ist für PC, Playstation 4, PS4,  Xbox one und Nintendo Switch erhältlich.

THOSE WHO REMAIN – Review – Der Grat zwischen Licht und Schatten ist schmal, aber wir bleiben im Licht
5.5
Grafik
6
Sound
5.5
Steuerung
6.5
Spiele Spaß
6.5
Preis Leistung
Gesamtwertung 6 / 10
Unser Fazit
THOSE WHO REMAIN ist als Adventure-Horror mit seinen Rätsel prinzipiell ein gutes Spiel, dabei könnten diese aber etwas komplexer sein als "Suche Schalter und Schlüssel um Tür zu öffnen"- Rätsel. Über den Grafikstil lässt sich streiten, denn die einfache sterile Umgebung untermalt zwar die Stimmung wirkt aber ein bisschen altbacken. Für ein paar gruselige Stunden ist es aber allemal gut geeignet.
Gaming / Nintendo / PC-Computer / PlayStation / Tests / Xbox / Camel 101 / Nintendo Switch / Pc / Playstation 4 / PS4 / Review / Those Who Remain / WhisperGames / Wired Productions / Xbox one
[topgamingnews.de] · 27.06.2020 · 08:07 Uhr
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