[Test] Philips Momentum 326M6VJRMB

Den richtigen Monitor für das Zocken zu finden ist nicht einfach. Es gibt unzählige Hersteller und noch mehr unterschiedliche Arten, der Preis bleibt nach obenhin offen. Phillips überzeugt die Kunden über Jahre schon mit einem breiten Portfolio an Spieloberflächen. Mit dem etwas sperrigen Namen, Philips Momentum 326M6VJRMB, hat der Hersteller eine 32 Zoll-Ausführung im Sortiment, die mit sehr kurzen Latenzzeiten und starken Kontrasten überzeugen soll. Dabei soll das 4K-HDR-Display mit Ambiglow auch besonders für Konsolenspieler geeignet sein. Wie sich der Philips Momentum 326M6VJRMB geschlagen hat und ob sich ein Kauf lohnt, klären wir im Test.

Alles mit dabei

Hat man die, in Karton verpackte Schönheit, nun vor sich stehen, könnte man zu Beginn von der Größe der Verpackung überrascht sein. Denn die 32 Zoll sind ordentlich in Plastik und Styropor verpackt worden. Aber es lohnt sich, denn durch die genau abgestimmten Formen, ist ein verrutschen oder gar ein locker sein unmöglich. Innerhalb des Kartons befindet sich, wie schon erwartet der Bildschirm in voller Pracht. Die 80 cm netto Bildschirmfläche wirken riesig im Verhältnis zu anderen Monitoren. Separiert davon enthält die Verpackung noch einen massiven Standfuß aus Eisen und einem externen Netzteil. Zusätzlich findet man noch ein 0,5m langes HDMI-Kabel und ein Display Port Kabel. Dadurch gelingt ein Start als PC – oder Konsolenmonitor sofort. Abschließend ist noch eine CD enthalten, wo das Benutzerhandbuch drauf ist. Diese kurze Datei beschäftigt sich aber nur sehr oberflächlich mit dem OSD Setting des Bildschirms. Denn eine zusätzliche Fernbedienung gibt es nicht, die gesamte Menüführung wird mit nur einem Stick auf der Rückseite realisiert. Diese Funktion wirkt sich leider sehr umständlich aus, Tasten im vorderen Bereich hätten Abhilfe gebracht. 

Philips 326M6VJRMB
Die 32 Zoll wirken imposant

Kein Schrauben notwendig

Sind die Einzelteile soweit geordnet, gilt es die Montage von Standfuß und Bildschirm durchzuführen. Wobei die Bezeichnung „Montage“ etwas übertrieben ist, denn durch ein einfaches Click System, wird der Monitor auf den Fuß angebracht. Die Höhe kann komfortabel mit der mechanischen Schiene auf der Rückseite realisiert werden. Auf der höchsten Stellung ist die Bildschirmunterkante von der Tischoberfläche ca. 16,5cm entfernt. Hingegen hat man bei der niedrigsten Einstellung einen Abstand von 5,5 cm. Aufgrund der V-Stellung des Standfußes, nimmt dieser relativ viel Platz von dem Arbeitstisch ein, was bei kleineren Tischen problematisch sein könnte. Ist ein das Aufstellen auf einem Tisch aber keine Option, dann schafft die inkludierte 100×100 VESA Fläche Abhilfe. Dadurch lässt sich die Wandmontage ganz einfach realisieren. 

Philips 326M6VJRMB
Der Standfuß nimmt viel Platz ein.

So einfach und individuell sich die Höhenverstellung ändern lässt, sieht es bei der Neigung anders aus. Da es bei dem 326M6VJRMB kein integriertes Drehgelenk gibt, muss man sich auf eine maximale 20° Neigung beschränken. 

Philips 326M6VJRMB
Die Höhe und die Neigung kann auf der Rückseite eingestellt werden

Klassische Optik, nur die Unterseite tanzt aus der Reihe

Betrachtet man den Philips Monitor nun ganz genau, erkennt man die Schlichtheit des Gerätes. Ein schmaler schwarzer Rahmen umrandet den Bildschirm. Mit seinen knappen 1,5cm auf der Oberseite und gut 2cm auf der Unterseite, verschmilzt der Bildschirm mit dem Kunststoff.

Auf der Rückseite befinden sich auf der gesamten Querachse Lüftungsschlitze, um die erzeugende Wärme abführen zu können. 

Die Unterseite des Philips 326M6VJRMB unterscheidet sich aber komplett im Gegensatz zu den anderen Teilen, denn die Schlichtheit ist ade. Dort befinden sich nämlich die LED Lichter, die für das serientypische Ambiglow verantwortlich sind. Das erzeugte Licht passt sich farblich dem Bildschirm an, wodurch ein angenehmeres Spielgefühl vermittelt wird. Auch wird durch dieses Feature, die Belastung des Auges herabgesetzt. Möchte man diese Funktion verändern, kann man das jederzeit im OSD realisieren. Dort hat man nicht nur die Möglichkeit die Intensität des Lichts zu verändern, sondern auch das ausgestrahlte LED Licht zu verändern.

Philips 326M6VJRMB
Der Ambiglow Effekt durchbricht die klassische Schlichtheit des Monitors

Anschlüsse en masse

Im unteren Bereich des Bildschirms befinden sich die gesamten Anschlüsse und diese lassen sich sehen. Mit insgesamt drei HDMI-Eingängen, lassen sich mehrere Geräte direkt anschließen. Der Philips 326M6VJRMB punktet mit einer automatischen Signalerkennung. Schaltet man die PlayStation 4 ein, wird sofort auf den jeweiligen HDMI-Eingang gewechselt. Durch die fehlende Fernbedienung, ist diese Funktion mehr als willkommen. Auch erkennt der Monitor automatisch, wenn eine angeschlossene Quelle HDR unterstützt. Durch das verwendete Display werden Helligkeit, Kontrast und Farben besser betont. 

Weiters findet man ganze vier USB 3.0 Schnittstellen, die über einen angeschlossenen Rechner als USB-HUB verwendet werden können. 

Audiotechnisch braucht sich der Monitor keinesfalls verstecken. Mit seinen eingebauten Lautsprechern kann der Bildschirm einen satten und vollen Klang erzeugen. Mir persönlich war die Lautstärke, trotz niedrigster Stufe, zu laut. Über den eingebauten 3,5mm Klinken Anschluss lässt sich der Sound besonders genießen. Am besten hört sich der 326M6VJRMB noch immer mit einer Soundbar an. Diese kann ohne große Umwege direkt an dem Display Port, HDMI Anschluss oder der optischen Soundausgabe angeschlossen werden.

Philips 326M6VJRMB
An Anschlüsse mangelt es nicht

Der Praxistest

Zu Beginn wurde die PlayStation 4 angeschlossen und verschiedene Spielgenres getestet. Bei einer Auflösung von 3840×2160 Pixeln, liefert das MVA Display die besten Ergebnisse. Besonders überzeugt haben uns vor allem die Rollen- und Taktikspiele. Witcher 3 schaut auf dem Philips 326M6VJRMB einfach wunderschön aus. Eine gestochen scharfe Bildwiedergabe und ein überwältigender Weitblick, 32 Zoll lassen grüßen!

Aber das Größe nicht immer Vorteile hat, zeigt sich schon im nächsten Genre, nämlich Shooter. Spielt man einen FPS wie Overwatch oder Paladins, wirken sich die 32 Zoll negativ aus. Durch die schnellen Bewegung, passiert es sehr schnell, dass es unübersichtlich wird. Optimaler wird das Spielerlebnis, wenn man etwas weiter vom Bildschirm entfernt sitzt. Dadurch hat das Auge die Möglichkeit den gesamten Monitor zu erfassen. 

Neben diversen getesteten Spielen, dürfen Filme auch nicht fehlen um das volle 4K HDR-Erlebnis spüren zu können. Begonnen haben wir mit Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers und es bleibt einfach nur „Wow“ zu sagen. Die Lichteffekte und Schwarzdarstellungen im All kommen besonders gut zur Geltung. Hier kann man den Unterschied zu herkömmlichen Monitoren, welche kein HDR unterstützen, besonders gut erkennen. Auch Animationsfilme mit ihren kräftigen Farben, kann der 326M6VJRMB optimal umsetzen.

Philips 326M6VJRMB
Der HDR Effekt verbessert die Tiefentöne und Farbeffekte

Sollte man Inhalte anschauen, die kein HDR unterstützen, simuliert der Bildschirm eine HDR-Umgebung. Diese lässt sich freilich nicht mit einer HDR Funktion vergleichen, doch sieht man einen Unterschied zur nicht skalierten Variante.  

Fazit

Würde ich den Philips Momentum 326M6VJRMB mit einer guten Flasche Wein vergleichen, wäre er der Chardonnay unter den Bildschirmen. Hoher Qualitätsgrad gepaart mit zeitloser Klassik. 

Der Monitor hat viele Anschlüsse, eine angenehme Größe und einen ausgezeichneten Bildschirm. Schlussendlich stellt sich die Frage, welcher Personenkreis am ehesten auf den Monitor zugreifen sollte. Ist man in der Bildverarbeitung tätig, kann man durch die gestochene Schärfe und den satten Farben optimal damit arbeiten. Konsolengamer werden ihre Freude mit einer extrem kurzen Latenzzeit, von nur 4ms haben. Durch die Bilddiagonale von 32 Zoll, haben Strategiespieler bei Titeln á la Valkyrie Chronicles 4 oder Planetfall einen enormen Weitblick. Auch Rollenspieler dürfen sich über die großartige Atmosphäre verzaubern lassen. Dies ist besonders dem HDR und der Pixeldichte von 140 ppi gedankt.

Shooter-Veteranen die auf Call of Duty oder dergleichen stehen, könnten durch die Größe etwas abgeschreckt werden. Das Auge kann den gesamten Bildschirm nicht sofort fokussieren, wodurch ein ungewollte Abschuss schnell geschehen kann. Setzt man sich jedoch etwas weiter weg, kann man hierbei schnell Abhilfe schaffen. 

Wertungsbox-Meisterhaft

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[gametainment.net] · 30.05.2020 · 11:03 Uhr
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