Teslas Model 3: Von der Produktionshölle zum meistgekauften Premium-Auto in den USA

Kürzlich veröffentlichte der US-Elektroautobauer Tesla seine Absatzzahlen für das vierte Quartal 2018. Die Produktion verzeichnete einen Anstieg von rund 8 Prozent mit einer Stückzahl von 86.555 Einheiten. Für das Gesamtjahr wartet das Unternehmen außerdem mit einer rekordverdächtigen Zahl für seinen Model 3 auf: Die Auslieferungszahl des Sedans soll sich auf 145.846 Stück belaufen haben.

Meistgekauftes Premium-Auto

In 2018 durchlebte Tesla rund um den Model 3 enorme Höhen und Tiefen. Doch die schleppend anlaufende Produktion konnte begradigt und somit die Produktionsziele schließlich noch erreicht werden. In einer Mitteilung zeigte sich der E-Autobauer aus Kalifornien stolz: "2018 war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass ein amerikanisches Auto - der Model 3 - das meistverkaufte Premiumfahrzeug in den USA war", zitiert die Webseite "electrek" Tesla. Die Zahl beinhalte zwar auch die Verkäufe nach Kanada, diese belaufe sich, basierend auf Registrierungsdaten, aber nur auf etwa 5.000 Stück, sodass weiterhin eine Zahl von rund 140.000 Model 3 stehen bleibt.

Konkurrenz abgehängt?

Auf dem zweiten Platz hinter dem Model 3 ist der SUV Lexus RX zu finden: Dieses Modell verzeichnete eine US-Auslieferungszahl in Höhe von 111.641 Stück im Jahr 2018, wie Toyota mitteilte. Zwei weitere SUVs sind vorne dabei: Der GLC von Mercedes-Benz mit 62.435 Fahrzeugen sowie der Audi Q5, von dem 61.835 Modelle im vergangenen Jahr ausgeliefert wurden, wie den jüngst veröffentlichten Absatzzahlen zu entnehmen ist.

Der Model 3, der als Massenmarkt-Auto für Normalverdiener gedacht war, nimmt es also als Premium-Sedan in den USA bereits mit SUVs der gleichen Klasse in Sachen Beliebtheit auf. Preislich gesehen konnte Tesla-CEO Elon Musk sein Versprechen, den Model 3 ab 35.000 US-Dollar anzubieten, nicht halten. Bislang müssen Käufer mit mindestens 46.000 US-Dollar rechnen - damit liegt der Model 3 sogar preislich über dem Lexus auf Platz 2 - dieser ist ab 43.000 US-Dollar zu haben.

Ausland
[finanzen.net] · 11.01.2019 · 15:51 Uhr
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