Tesla-Aktie: So viel Technik aus Deutschland steckt bereits in Teslas Model 3

• In Teslas Model 3 steckt viel deutsche Technik
• Studie identifiziert 50 Weltmarktführer aus der DACH-Region als Tesla-Zulieferer
• Zulieferer sehen Chancen in Tesla-Werk in Grünheide

Teslas Gigafactory in Deutschland weckt Begehrlichkeiten

Die Automobilbranche, darunter auch die Zulieferer, hatten in den vergangen Monaten keine leichte Zeit. Die Corona-Pandemie hat die Umsätze einbrechen lassen, viele Unternehmen mussten Sparmaßnahmen ergreifen, Kurzarbeit anmelden oder gar Mitarbeiter entlassen. Da kommt der Bau von Teslas Gigafactory in Grünheide wie gerufen. Das Werk soll voraussichtlich bereits Ende des Jahres in Betrieb genommen werden. Dann sollen in Grünheide jährlich 500.000 Fahrzeuge vom Band rollen. Darin sehen auch zahlreiche deutsche Zulieferer eine Chance und wollen weitere Aufträge beim US-Elektroautobauer in Grünheide abstauben.

Bereits jetzt zahlreiche Zulieferer aus dem deutschsprachigen Raum

Eine Untersuchung am Beispiel des Tesla Model 3 von Professor Jan-Philipp Büchler von der Fachhochschule Dortmund in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt ergab, dass schon jetzt zahlreiche deutsche Zulieferer mit Tesla zusammenarbeiten.

Als Zulieferer von Tesla hat Büchler 50 Weltmarktführer aus der DACH-Region identifiziert. Darunter befinden sich neun "Big Champions", also große Weltmarktführer, wie Bosch, Continental, HELLA, Henkel und Sika als Tier 1-Lieferanten (Automobilzulieferer, die direkt an den Automobilhersteller liefern) und zum Beispiel Schaeffler als Tier 2-Lieferant (Unterlieferant, der mit Tier 1-Lieferanten zusammenarbeitet). Den größeren Anteil machen aber die 41 mittelständische Weltmarktführer - "Hidden Champions", wie Büchler sie nennt - aus. Darunter befinden sich 38 mit Stammsitz in Deutschland, zwei mit Stammsitz in der Schweiz (Autoneum und Bossard) und ein Unternehmen mit Stammsitz in Österreich (Engel). Zu den Hidden Champions mit Stammsitz in Deutschland zählen unter anderem Stabilus und Dürr als Tier 1-Lieferanten und Infineon, JENOPTIK und ElringKlinger als Tier 2-Lieferanten.

Im Tesla Model 3 steckt den Untersuchungen von Büchler zufolge also bereits eine ganze Menge Technik aus Deutschland und ein Teil auch aus der Schweiz und Österreich. So liefere zum Beispiel Stabilus Gasdämpfertechnologie für Kofferraum und Frontraum, Sika Akustikteile und Stoßdämpfer, thyssenkrupp Bilstein Radschrauben, Radmuttern und Dämpfer, Autoneum Dämmmaterial, ElringKlinger Karosseriestrukturbauteile und Cockpitquerträger, Infineon Chips für Dashboard und Motor, Bossard Verbindungstechnik, Schaeffler Lager und Getriebe, JENOPTIK Fertigungszellen für Karosserieteile, Dürr Lackieranlagen und KUKA Industrieroboter für die Fertigung der Fahrzeuge. Neben den genannten Unternehmen, die auch an der Börse zu finden sind, beliefern laut der Studie zahlreiche weitere Unternehmen den US-Elektroautobauer. So liefere Bosch zum Beispiel Systeme und Komponenten im Bereich Fahrwerk und Sicherheit, S1nn Soundanlagen, Recaro Sitze, ifm electronic Sensorelektronik, Automotive Lighting Scheinwerfer und Blinker, Edscha Türfeststeller und Heckklappenscharniere, ZF Friedrichshafen Fahrwerk- /Sicherheitssysteme und Lenksysteme, ENGEL Spritzgussmaschinen und Schuler Pressen - und das sind noch lange nicht alle Unternehmen, die mit Tesla zusammenarbeiten.

Zulieferer sehen durch Tesla in Grünheide Chancen

Laut der Studie bewerten die Hidden Champions ihre Beziehung zu Tesla "durchweg positiver" als die zu anderen Autobauern, die sie "irgendwo zwischen Abhängigkeit und Partnerschaft verorten". Es bestehe eine hohe Entsprechung zwischen den "Hidden Champions und TESLA" und es komme "in entscheidendem Maße auf sie an, um den ambitionierten ‚Game Change‘ zu erreichen". Daher bewerten diese Unternehmen "die Gigafactory in Grünheide am Standort Deutschland nicht nur durchweg positiv, sondern erwarten dadurch einen Innovationsschub für die Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau sowie die Software-, Sensorik- und Mobilitäts- sowie Energieindustrie", wie Büchler in seiner Untersuchung schreibt.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 22.10.2021 · 02:53 Uhr
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