Sunrise Communications: Schweizer Aktionärs-Showdown

von Redaktion Euro am Sonntag

Der Streit um die 6,3 Milliarden Franken schwere Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC durch den Schweizer Telekomkonzern Sunrise spitzt sich vor dem entscheidenden Aktionärstreffen am 23. Oktober zu.

Neben großen Aktionären wie dem Hamburger Telekomkonzern Freenet hat sich jetzt auch der einflussreiche Stimmrechtsberater ISS gegen den Deal ausgesprochen. Er empfiehlt den Aktionären, die für den Zukauf geplante milliardenschwere Kapital­erhöhung abzulehnen. Die Nachricht sorgte am Donnerstag für einen Kursanstieg bei der Sunrise-­Aktie um drei Prozent. Viele Anteilseigner halten den UPC-Deal für überteuert.

Mit der Übernahme will Sunrise dem größeren Konkurrenten Swisscom zu Leibe rücken. Freenet lehnt als größter Aktionär mit knapp 25 Prozent den Deal ab. Sunrise benötigt auf der Hauptversammlung die Zustimmung von mindestens der Hälfte der anwesenden Aktionäre. Bei einer durchschnittlichen Präsenz von zwei Dritteln reicht für eine Blockade bereits ein deutlich geringerer Anteil. Laut Reuters waren zuletzt rund 30 Prozent der Anteilseigner gegen den Deal.

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[finanzen.net] · 13.10.2019 · 15:00 Uhr
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