Sullivans Kapitulationsrat: Warum Trump keinen weiteren Iran-Verkauf unterzeichnen sollte
Das Argument der Schwäche
Sullivan sagte gegenüber Bloombergs „Balance of Power“, Trump werde früher oder später „den sauren Apfel beißen und einen schlechten Deal“ mit Iran abschließen müssen. Diese Linie reproduziert denselben Defätismus, der zum JCPOA-Abkommen von 2015 führte: maximale Sanktionslockerung im Tausch gegen vorübergehende und umkehrbare nukleare Beschränkungen. Washingtons tatsächliche Hebelwirkung – Energieexporte, Bankzugang und die Finanzen des Regimes – bleibt intakt; ihre Nutzung erfordert Geduld, nicht Kapitulation.
Hebelwirkung, keine Legacy-Deals
Ein neues Abkommen sollte bei der Wiederherstellung der Sanktionen ansetzen, nicht bei Benchmarks aus der Obama-Ära. Irans Wirtschaft schrumpft bereits unter sekundären Sanktionen; jeder Barrel Öl, der nicht nach Shanghai oder Neu-Delhi gelangt, schränkt die Fähigkeit des Regimes ein, Proxy-Kräfte und Anreicherung zu finanzieren. Diese Einnahmen weiter zu kürzen, erfordert keine Unterschrift in Wien – sondern konsequente Durchsetzung und die Drohung mit sekundären Zöllen gegenüber jedem Käufer.
Die Kosten einer weiteren Halbheit
Sullivans Rahmenwerk behandelt jeden Deal als Fortschritt und jeden Sanktionsdruck als Provokation. Das Gegenteil ist der Fall: Jede Sanktionslücke bläht Teherans Budget wieder auf und startet die nukleare Uhr neu. Amerikanische Familien, die europäische Industrie und die Golf-Alliierten zahlen für diesen Zyklus mit höheren Verteidigungsausgaben und Energieschwankungen. Trumps Mandat besteht darin, dieses Muster zu durchbrechen, nicht es unter neuem Label zu wiederholen.

