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Stiftung Warentest: Anschlussfinanzierung ab 0,93 Prozent Zinsen

Bei der Anschlussfinanzierung lohnt sich ein Vergleich
  • Wo es günstige Anschlussfinanzierungen gibt, hat aktuell die Stiftung Warentest untersucht.
  • Die Zinsunterschiede zwischen günstigen und teuren Anbietern belaufen sich dabei auf mehrere tausend Euro.
  • Da sich die Bauzinsen jederzeit ändern können, ist es sinnvoll, neben den Testsiegern auch aktuelle Angebote zu berücksichtigen.

Durch die anhaltend niedrigen Zinsen für Immobilienkredite finden nicht nur Personen, die derzeit ein Haus bauen oder kaufen wollen, gute Angebote für ihre Baufinanzierung. Auch Hausbesitzer, die bereits in ihren eigenen vier Wänden leben und einen dafür aufgenommenen Kredit abbezahlen, profitieren. Denn wird bei ihnen eine Anschlussfinanzierung fällig, können sie sich ein entsprechendes Darlehen schon für weniger als ein Prozent Zinsen sichern. Das zeigt der aktuelle Vergleich der Stiftung Warentest zu Anschlusskrediten für die Finanztest-Ausgabe 06/2018.

Anschlussfinanzierung im Test: So arbeitete Stiftung Warentest

Die Verbraucherorganisation prüfte knapp 80 Anbieter für verschiedene Modellfälle. Grundlage war stets eine Immobilie im Wert von 250.000 Euro. Der Anschlusskredit beläuft sich auf 150.000 Euro und wird als Volltilgerdarlehen realisiert. Das heißt, die Kredit- und Tilgungsrate sind so gewählt, dass Kreditnehmer nach Ende der 10- oder 15-jährigen Zinsbindung schuldenfrei sind. Die Banken, Vermittler und Versicherer lieferten dabei Angebote für Personen, die sofort, in zwei, drei oder vier Jahren eine Anschlussfinanzierung brauchen.

Aktuelle Top-Konditionen zur Anschlussfinanzierung

Das Fazit des Tests zur Baufinanzierung lautet: "Günstige Angebote gibt es in allen Varianten." Allerdings sollten Interessierte deshalb nicht darauf verzichten, mehrere Angebote miteinander zu vergleichen. Denn die Zinsen können sich derart unterscheiden, dass Kreditnehmer mit der günstigsten Anschlussfinanzierung im Vergleich zur teuersten bis zu 20.000 Euro sparen.

Sehr niedrig ist der Effektivzins bei einer Zinsbindung von zehn Jahren bei:

  • Freie Finanzierer München (0,93 Prozent p.a.)
  • Sparda Hessen, Haus & Wohnen und Baufi Direkt (0,96 Prozent)
  • Enderlein, Planethyp, Dr. Klein und Targobank (0,97 Prozent)

Bei einer Zinsbindung von 15 Jahren überzeugen besonders:

  • Enderlein, Planethyp, Dr. Klein, Hypovereinsbank und Targobank (1,32 Prozent)
  • Freie Finanzierer München, Fiba Immohyp und DTW (1,37 Prozent)
  • Check24 und Creditfair (1,38 Prozent)

Tipp: Der Vergleich der Stiftung Warentest bildet eine Momentaufnahme ab, da sich die Zinsen jederzeit ändern können. Sinnvoll ist es daher, ein individuelles Angebot anzufordern, welches die aktuellen Konditionen sowie die persönlichen Wünsche an die Anschlussfinanzierung berücksichtigt.

Wo gibt es günstige Forwarddarlehen?

Läuft der alte Kredit erst in wenigen Jahren aus, haben Hausbesitzer die Möglichkeit, sich die derzeitigen Zinskonditionen mit einem sogenannten Forwarddarlehen zu sichern. Je länger dabei die Konditionen eingefroren sind, desto größer ist der Aufschlag, den der Anbieter dafür berechnet. Diese Aufschläge fallen teils unterschiedlich hoch aus, sodass es sich auch hier lohnt, mehrere Angebote zu vergleichen.

Bei einer Vorlaufzeit von beispielsweise drei Jahren und einer Zinsbindung von zehn Jahren überzeugt die Ostseesparkasse Rostock mit dem niedrigsten Effektivzins von 1,50 Prozent. Bei 15 Jahren Zinsbindung schneiden dagegen Enderlein, Planethyp und Hypovereinsbank mit 1,81 Prozent Zinsen am besten ab.

Baufinanzierung
[finanzen.de] · 17.05.2018 · 16:18 Uhr
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