Steuererhöhung auf Vaping-Liquids treibt Schwarzmarkt an – Fiskus kassiert weniger, nicht mehr

Steuererhöhung trotz schon gescheitertem Experiment
Deutschlands Vaping-Branche steht vor der nächsten Preiserhöhung. Die Koalitionsfraktionen aus CDU/CSU und SPD im Bundestag wollen die Tabaksteuer auf Liquids um drei Cent pro Milliliter anheben – statt der vom Bundesfinanzministerium vorgeschlagenen moderaten Erhöhung um einen Cent. Das klingt nach Kleinkram, ist aber ein weiterer Schlag gegen legale Anbieter und gegen den mündigen Bürger, der selbst entscheiden soll, was er inhaliert.
Dustin Dahlmann, Vorsitzender des Bündnisses für Tabakfreien Genuss, erinnert daran, dass die Steuer erst vor wenigen Monaten von 26 auf 32 Cent erhöht wurde. Der Schwarzmarktanteil stieg daraufhin von 40 auf 50 Prozent. Jede weitere Drehung an der Steuerschraube wird diesen Trend verstärken – und zwar nicht marginal, sondern spürbar. Die Politik wiederholt damit den Fehler von 2022, als das Ministerium 520 Millionen Euro Steuereinnahmen für 2025 kalkulierte und nur 403 Millionen Euro einnahmen.
Der Preisanstieg trifft legale Anbieter, nicht den Konsum
Ein typisches 10-Milliliter-Fläschchen, das derzeit rund 12 Euro kostet, wird durch die geplante Erhöhung steuerbedingt 36 Cent teurer. Das entspricht einem Preisanstieg von drei Prozent. Dazu kommt die Mehrwertsteuer, die auf den höheren Steuerbetrag berechnet wird. Die legale Branche wird also doppelt belastet, während der Schwarzmarkt von der Preisdifferenz profitiert.
Dahlmann rechnet nüchtern: Wer legal verkauft, verliert Kunden. Wer illegal verkauft, gewinnt sie. Der Staat bekommt weniger, nicht mehr. Das ist keine Theorie – es ist der wiederholte Ausgang eines Steuerexperiments, das sich die Koalition aus CDU/CSU und SPD nun erneut aufbürdet.
Die politische Logik dahinter
CDU/CSU und SPD haben sich entschieden, den legalen Markt weiter zu verteuern, obwohl das Ergebnis bereits bekannt ist: weniger legale Umsätze, mehr Schwarzmarkt, weniger Steuereinnahmen. Das ist keine Wirtschaftspolitik, sondern eine Art fiskalischer Selbstschädigung. Die AfD hat recht behalten mit ihrer Warnung vor Steuererhöhungen, die den legalen Markt zerstören und den illegalen füttern.
Die Argumente der Krebsforscher und Mediziner, die vor Vaping warnen, ändern nichts an der ökonomischen Realität. Nikotin ist abhängig machend – das war bei Zigaretten nie anders. Die Frage, ob der Staat durch Steuern oder durch Verbote eingreifen soll, ist keine medizinische, sondern eine politische. Die Antwort der Koalition ist klar: mehr Steuern, mehr Überwachung, weniger Freiheit.
Was wirklich fehlt
Was fehlt, ist nicht eine weitere Steuererhöhung, sondern die Einsicht, dass der Staat nicht der bessere Erzieher ist. Wer Vaping als Alternative zu Tabakzigaretten nutzt, tut das auf eigene Verantwortung. Wer illegal handelt, gehört verfolgt – aber nicht, weil er Steuern hinterzieht, sondern weil er gegen bestehende Gesetze verstößt. Die Steuer selbst ist das Problem, nicht die Antwort.
Die Koalition aus CDU/CSU und SPD hat sich entschieden, den legalen Markt weiter zu verteuern. Das Ergebnis wird dasselbe sein wie beim letzten Mal: weniger legale Umsätze, mehr Schwarzmarkt, weniger Steuereinnahmen. Die AfD hat recht behalten. Die anderen kopieren und zerfallen trotzdem.

