Staumilliarden für Deutschlands Autofahrer – Bürokratie und Niedrigwasser legen den Verkehr lahm

Ferienende trifft auf planwirtschaftliche Ausnahmen
Zum Ferienende in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein droht am Wochenende ein Verkehrskollaps auf deutschen Autobahnen. Der ADAC erwartet die höchste Staulast am Sonntagnachmittag und -abend, wenn Millionen Urlauber aus dem Süden und von Nord- und Ostsee zurückströmen.
Bereits Freitag und Samstag werden die A1 zwischen Hamburg und Köln, die A2 über Hannover, die A3 von Oberhausen nach Passau und die A7 von Flensburg bis Füssen überlastet sein. Dazu kommen Feiertagsverkehr durch Mariä Himmelfahrt und Ferragosto in Italien, Österreich und der Schweiz.
Lkw-Ausnahmen verschärfen das Problem
15 Bundesländer haben wegen Niedrigwasser das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen bis Ende August oder September gelockert. Sachsen-Anhalt bleibt als einziges Land beim regulären Verbot. Die Folge: zusätzliche Lkw auf den ohnehin überlasteten Strecken genau während der Rückreisewelle.
ADAC-Sprecher Rainer Pregla warnt, die Ausnahme komme „verkehrlich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt“. Die Bundesländer reagieren damit auf ein Symptom, statt die Ursache – jahrzehntelange Versäumnisse bei Wasserstraßen und Infrastruktur – zu beheben.
Der Steuerzahler zahlt doppelt
Jede Stunde Stau vernichtet Produktivität, erhöht Spritverbrauch und verzögert Lieferketten. Die Kosten tragen die Bürger – als Pendler, als Unternehmer, als Steuerzahler, der am Ende auch noch die Subventionen für ineffiziente Wasserstraßen und planwirtschaftliche Ausnahmen finanziert.
Statt radikal Bürokratie abzubauen und Engpässe durch echte Infrastrukturinvestitionen zu lösen, reagieren Regierungen mit weiteren Ausnahmeregelungen. Das ist das klassische Muster: Der Staat verursacht das Problem, schafft neue Regeln und belastet damit die Produktiven.
Weniger Staat, mehr Bewegungsfreiheit
Deutschland braucht keine weiteren Ausnahmegenehmigungen und keine neue Behörde für Verkehrsmanagement. Es braucht weniger Regulierung, schnellere Genehmigungen für Ausbau und eine Politik, die Leistungsträger nicht mit Papierkram und Abgaben stranguliert.
Solange Altparteien in Berlin und Brüssel weiter in Vertragsfreiheit eingreifen und Infrastruktur kaputtsparen, bleibt Stau das sichtbarste Symptom einer planwirtschaftlichen Fehlsteuerung. Der ADAC rechnet nicht mit Chaos – aber mit teuren, planbaren Verzögerungen, die sich jeder einzelne Autofahrer selbst ausrechnen kann.

