Berlin (dts) - Der Städte- und Gemeindebund fordert eine finanzielle Paketabgabe für den Onlinehandel zur Unterstützung der Innenstädte. Als Grund nannte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg, dass sich infolge der Corona-Pandemie immer mehr Menschen daran gewöhnt hätten, Einkäufe online zu erledigen ...

Kommentare

(20) naturschonen · 24. April um 11:20
@18 was du beschreibst wäre die Logik, die Realität sieht anders aus. Wenn die Städte die Läden leer stehen lassen, dann bedeutet es, die Kassen sind leer und die Stadt kann gewisse Fördermittel beantragen - hatten wir z.B. in Dresden, die das Gegenteil erlebt haben - und wenn Vermieter etwas nicht frei geben, dann weil Vermieten eben auch mit gewissen Auflagen verbunden ist, die die Herrschaften am liebsten auf den Mieter abwälzen wollen + horrende Mieten und Vorauszahlungen
(19) michifritscher · 24. April um 10:28
Wobei die Städte selbst auch enorme Kostentreiber sind. Ich sag nur Gewerbesteuer und Gebühren für jeden Pups. Selbst für Außenwerbung.
(18) michifritscher · 24. April um 10:25
@17: Ganz ehrlich: Manchen Innenstädten würde eine Tour mit der Abrissbirne echt nicht schaden. Und die allermeisten Vermieter wollen vermieten, schon weil Leerstand kostet Nämlich keinerlei Einnahmen. Das fangen auch die ersparten Steuern nicht ein. Tja, und wenn staatliches Eigentum abgerissen wird war entweder die Stadt unfähig - oder es hat sich keiner gefunden.
(17) naturschonen · 24. April um 10:10
@11 es geht um den Leerstand, der nicht nur befürchtet wird, sondern real ist. Der leerstand wird von den Vermietern aber oft vorsätzlich provoziert, weil man da Steuern sparen kann. Die Objekte verfallen, manche stehen über 10 Jahre leer, obwohl es eigentlich erheblich bestraft werden könnte, wenn die Vermieter das machen - die lassen sich dann auch nicht blicken und lüften/heizen, die Läden verfallen und so werden ganze Blöcke abgerissen, auch im staatlichen Eigentum übrigens
(16) thrasea · 24. April um 10:09
@15 Gilt das bei den mittlerweile so weit verbreiteten großen Filialisten auch? Ernst gemeinte Frage, ich weiß es wirklich nicht.
(15) Pomponius · 24. April um 10:05
Käufe in der eigenen Stadt bringen der eigenen Stadt Steuereinnahmen. Diese braucht sie zur Finanzierung ihrer Aufgaben.
(14) commerz · 24. April um 10:04
die Situation würde erschaffen und offensichtlich gewünscht von der kommunalen Politik. Der Handel zeigte ebenfalls wenig Kreativität auf die veränderten Rahmenbedingungen. Eine Abgabe um etwas zu Erhalten stellt neben der Verteilungsgerechtigkeit auch den Markt als solches auf die Probe.
(13) pullauge · 24. April um 09:47
@9 der Wandel in den Innenstädten ist seit Jahren im Gange - nur wenn die Leute wegbleiben nützt das wenig
(12) michifritscher · 24. April um 09:47
Außerdem sind gerade die Vorauszahlungen auch ein Stück weit Schutz gegen völlige Naivlinge. Was sich vor Corona sich hier teilweise in Läden ausgebreitet hat... So von der Preisklasse "hippe selbstgemachte Pralinen und Minitörtchen (wo man sich fragt, wie man die jetzt essen soll)". Wenn die am Tag 20 Kunden haben ist es viel. Sowas hinterlässt auf allen Seiten nur Kosten und meist auch noch Schulden.
(11) michifritscher · 24. April um 09:42
@10: Ich kapier das mt dem Lüften/Heizen nicht... Lüften geht meist mittlerweile vollautmatisch über Lüftungssysteme (schon weil es deutlich energieeffizienter ist - und über Schaufenster zu lüften geht schlecht^^), die Heizung stellt man auch eher seltener ab, weil es sonst an die Bausubstanz geht.
(10) naturschonen · 24. April um 09:26
Die Kommunen müßten einfach nur die Strafen wegen Leerstand bei den Eigentümern in Anspruch nehmen, alternativ müßten die Eigentümer zum Lüften/Heizen verpflichtet werden. Leider dürfen Vermieter horrende Mieten verlangen und zusätzlich noch Renovierung, Instandsetzung und am besten noch Vorauszahlungen von 12 Monaten..
(9) Sonnenwende · 24. April um 09:20
Warum eigentlich nicht die Innenstädte zu Erholoasen umgestalten? Mit Cafés, Bücher- und Zeitungsläden mit Lesemöglichkeit, Wellnessangeboten, alles in verkehrsberuhigten Zonen natürlich...gibt es bestimmt noch mehr Ideen dazu. Und den ganzen anderen Rest raus in Shopping-Gewerbegebiete.
(8) michifritscher · 24. April um 09:14
Viele Innenstädte haben jetzt schon eine viel zu hohe Dichte. Es schadet garnichts, wenn da die Dichte endlich mal deutlich geringer wird. Das nent man nicht sterben, sondern gesundes zurückstutzen. Kennt jeder Gärtner.
(7) michifritscher · 24. April um 09:11
Corona hat das ganze nur noch etwas beschleunigt. Ach ja: Laut verschiedenen Studien ist der Versandhandel sogar um einiges umweltschonender als der stationäre Handel - er ist schlicht deutlich effizienter. Die Forderung nach der Abgabe ist wie die Forderung der Pferdekutschenbetreiber, doch Steuern auf Autos zu erheben.
(6) michifritscher · 24. April um 09:09
Das ist keine Strategie, das ist Zombiebeatmung. Die Städte sind doch selbst schuld, wenn sie ihre Stadtkerne zu "Eventtümpel" umbauen - und sich die üblichen Ladenmieten immer mehr nur noch große Ketten leisten können. Der immer mehr um sich greifende Autohass (Lohr hat mal eben die Parkhausgebühren verdoppelt - und die Brötchentaste für schnelle spontane Einkäufe abgeschafft) hilft den Läden auch nicht. Also: weg damit, dann gibts wenigstens Platz für neue Wohnungen.
(5) Irgendware · 24. April um 08:52
Ich finde die Abgabe eine gute Idee, es muss ja kein großer Betrag sein, die Masse machts. Die meisten Kommunen leider unter Finanznot und könnten so eher ihre Infrastruktur sanieren (wovon auch die Lieferdienste was hätten - win-win) und Förderprogramme für die Innenstädte aufsetzen
(4) Cyberdelicate · 24. April um 08:48
Die Paketabgabe ist totaler Schwachsinn. Läden in der Innenstadt haben einfach eine schlechte Zukunft. Sind einfach zu teuer, und wer will schon Tüten schleppen, wenn man mit öffentlichen unterwegs ist, weil mit Auto ist es auch zu stressig wegen Parkplatz etc.? Die Abgaben werden dann auch nur an die Verbraucher weitergegeben, was aber immer noch billiger und vor allem stressfreier bleiben wird.
(3) nadine2113 · 24. April um 08:32
Die Überlegung macht Sinn und ich würde es sehr begrüßen, wenn das durchgesetzt würde.
(2) pullauge · 24. April um 08:29
macht mehr Schaufensterverkauf
(1) DJBB · 24. April um 08:16
Beratung kostet halt was, nur wie soll es überleben wenn keiner dafür zahlt
 
Suchbegriff