Staatsdinner unter Trump verschafft Xi einen Prestige-Sieg
Prestige-Optik vor Substanz
Locke betrachtet das Staatsdinner als bewussten Bruch mit der bisherigen Praxis, der Peking einen Propagandasieg beschert, ohne dass Washington sichtbare Zugeständnisse macht. Nach seiner Ansicht hebt die Geste Xis Ansehen im In- und Ausland, während die Substanz etwaiger Vereinbarungen dünn bleibt.
Chinas echtes Ziel: KI-Dominanz
Der Botschafter betonte, dass das oberste strategische Ziel Pekins die Vorherrschaft in der künstlichen Intelligenz ist. Handelsverhandlungen, Zugang zu Seltenen Erden und eine Krisenhotline sind sekundäre Instrumente, um Zeit zu gewinnen und Technologietransfers zu sichern, nicht aber Selbstzwecke.
Vereinbarungen werden eng begrenzt oder fehlen ganz
Locke geht davon aus, dass etwaige Abkommen im Agrar- oder Seltenerd-Bereich begrenzt und reversibel sein werden, während Washington seinen Hebel durch Exportkontrollen und Investitionsprüfungen behält. Eine Hotline sei zwar nützlich, argumentiert er, ändere aber nichts am grundlegenden Wettstreit um technologische und militärische Vorteile.
Anleger sollten ins Kleingedruckte schauen
Für wachstumsorientiertes Kapital lautet die Botschaft klar: Optiken können Märkte bewegen, doch dauerhafter Wert liegt in durchsetzbaren Regeln für Technologietransfers und Kapitalflüsse, nicht in Fotostrecken oder Schlagzeilen.

