Spediteure protestieren gegen hohe Kosten: Bundesverkehrsminister plant Hilfen
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat auf die Proteste der Spediteure gegen hohe Kosten reagiert und eine Lösung in Aussicht gestellt. Nach einem Treffen mit Branchenvertretern am vergangenen Freitag kündigte Wissing an, eine Kommission einzusetzen, die mögliche Hilfen für die Branche erarbeiten soll. Dabei sollen kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen erarbeitet werden, um den Unternehmen verlässlich zur Seite zu stehen. Insbesondere sollen dabei alle Möglichkeiten im laufenden Haushaltsvollzug geprüft werden.
Die Kommission zur Unterstützung der Spediteure wird sowohl Vertreter der Logistikbranche als auch der Nutzfahrzeughersteller umfassen. Ihr Ziel ist es, "zeitnah" Ergebnisse vorzulegen. Mit diesem Vorhaben möchte Wissing die dringenden Anliegen der Spediteure angehen und somit zu einer Lösung beitragen.
Die Proteste der Spediteure schlossen sich zuletzt den Bauernprotesten an. Der Bundesverband Logistik & Verkehr pro (BLV-pro) hatte zu einer Sternfahrt des Güterkraftverkehrs nach Berlin aufgerufen, bei der es abschließend zu einer Kundgebung am Brandenburger Tor kam. Die Teilnehmer forderten auf Transparenten die Rücknahme der Erhöhung der Lkw-Maut und der CO2-Steuer.
Bundesverkehrsminister Wissing versicherte den Logistikern, dass er an ihrer Seite steht und Maßnahmen ergreifen werde, um ihre Anliegen zu adressieren. Konkret werden hierbei beschleunigte Verfahren zur Beseitigung von Engstellen an Autobahnen und Investitionen in ein Ladenetz für Elektro-Lkw genannt. Durch diese Maßnahmen soll langfristig eine Entlastung für die Branche erreicht werden.
Die Spediteure können nun auf die Unterstützung des Bundesverkehrsministers setzen und die Ergebnisse der Kommission zur Unterstützung der Branche abwarten. Es bleibt spannend, wie sich die Situation in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln wird. (eulerpool-AFX)

