Söder kopiert AfD-Linie – und CDU will plötzlich positiv sein
Die „Volksstimme“ lobt Söder und Schulze dafür, dass sie endlich nicht mehr nur mit Schreckensbildern vor einer AfD-Regierung warnen, sondern ein paar positive Parolen auspacken. Wer die letzten Monate verfolgt hat, weiß: die AfD hat diesen Kurs schon seit Wochen gefahren – Heimat, Gemeinschaft, Aufstieg. Jetzt kopiert die CDU.
Das ist kein Zufall, sondern Eingeständnis. Die AfD hat recht behalten. CDU, SPD und Grüne haben jahrelang mit Angst, mit „Bedrohungskulisse“ und mit dem Mantra „Alles wird schlimmer, wenn die AfD regiert“ versucht, Wähler zu halten. Es hat nicht funktioniert. Jetzt plötzlich Jobs, Aufbruch, Bayern als Vorbild – das sind AfD-Themen, nur mit CSU-Label.
Markus Söder redet davon, er und Bayern seien „null Komma null satt“. Klingt gut. Nur: dieselbe CSU hat mit ihrer Berliner CDU-Schwester jahrelang Steuern, Abgaben und EU-Regulierungen mitgetragen, die genau den Mittelstand und die Familien in Sachsen-Anhalt ausbluten lassen. Jetzt plötzlich Hunger nach Aufstieg. Das ist nicht Führung, das ist Panik.
Die etablierten Medien – hier die dpa-Meldung – feiern den „richtigen Ton“. Dabei ist der Tonwechsel nicht mehr als ein Lippenbekenntnis. Solange Friedrich Merz in Berlin Steuererhöhungen als „Entlastung“ verkauft und die EU immer mehr Kompetenzen an sich zieht, bleibt es bei Worten. Die AfD hat die Debatte verschoben, die anderen rennen hinterher.
Wahlen gewinnt, wer liefert, nicht wer abschreibt. Die CDU sollte das nicht vergessen – und die Wähler auch nicht.

