So reagiert Tesla-Chef Elon Musk auf die Coronavirus-Pandemie

• Coronavirus breitet sich weiter aus
• Immer mehr Unternehmen stoppen Produktion
• Tesla-Chef Musk wendet sich per E-Mail an Mitarbeiter

Das Coronavirus hält die Welt in Atem: Unternehmen schließen ihre Ladengeschäfte, Büro-Mitarbeiter werden ins Home-Office geschickt, Flugzeuge heben nicht mehr ab, Produktionshallen werden geschlossen, die Aktienkurse sacken ab.

Coronavirus-Sorgen belasten auch den E-Autopionier

Auch Tesla bekam die Belastung durch das neuartige, hochansteckende Virus bereits in diesem Jahr zu spüren, als der E-Autohersteller seine Fabrik in Shanghai und seine Geschäfte auf dem chinesischen Festland kurzzeitig schließen musste. Ebenso wurde Teslas Lieferkette gestört, weshalb Kunden erst kürzlich empört reagierten: In der Not baute Tesla alte Hardware für seinen Autopiloten in die in China hergestellten Modell 3-Limousinen ein. In seinem Jahresbericht warnte das Unternehmen, dass das Coronavirus auch auf Tesla negative finanzielle Auswirkungen haben könnte.

Musk wendet sich an Mitarbeiter

In dieser schwierigen Situation reagiert der US-Elektroautobauer Tesla auf die Sorgen der Menschen: Tesla-Boss Elon Musk hat zu diesem Thema eine E-Mail an seine Mitarbeiter geschickt. Der CEO hat in dieser Verständnis gezeigt und erklärt, dass seine Mitarbeiter nicht zur Arbeit kommen müssten, sollten sie krank sein oder sich Sorgen wegen der neuartigen Lungenerkrankung machen. "Ich möchte ganz klar sagen, dass Sie sich nicht verpflichtet fühlen sollen, zur Arbeit zu kommen, wenn Sie sich ein bisschen krank oder sogar unwohl fühlen", zitiert Business Insider den Unternehmenslenker. Und weiter: "Ich werde persönlich bei der Arbeit sein, aber das bin nur ich. Völlig in Ordnung, wenn Sie aus irgendeinem Grund zu Hause bleiben möchten."

Zuvor galt die Regelung, dass jeder Mitarbeiter, der dem Coronavirus ausgesetzt war, oder Krankheitssymptome hatte, das Unternehmen informieren und zu Hause bleiben sollte. Bekannte Corona-Fälle solle es laut Musk derzeit bei Tesla nicht geben.

Schaden durch Panik größer als durch Virus

Musk scheint die Lage inzwischen ernster zu nehmen - Anfang März twitterte der Tesla-Boss noch, dass die Angst vor dem neuen Virus dumm sei - inzwischen warnt er in seiner Nachricht an die Mitarbeiter vor großen, aber auch kleineren Versammlungen. Es betreffe zwar vor allem öffentliche Versammlungen, aber auch bei Familientreffen sollten die Mitarbeiter seiner Meinung nach Vorsicht walten lassen: "Was für ein Kind relativ harmlos ist, kann für Großeltern gefährlich sein."

Außerdem befürchte er, dass die große Panik der Allgemeinheit dazu führen könnte, dass sich die Lage weiter verschlimmere und Menschen, die dringend medizinische Hilfe bräuchten, diese womöglich nicht erhalten würden, weil die Ressourcen falsch verteilt sein könnten. "Meine offene Meinung bleibt, dass der Schaden durch die Coronavirus-Panik den des Virus selbst bei weitem übersteigt", gibt Business Insider den Tesla-CEO wieder.

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[finanzen.net] · 20.03.2020 · 13:05 Uhr
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