Sheinbaums mexikanischer Haushalt: Kleineres Defizit, größere Rechnung für öffentliche Bauvorhaben

Die Zahlen hinter der Rhetorik
Sheinbaums Haushalt zeigt eine gezielte Verengung des fiskalischen Defizits, während die Ausgaben für öffentliche Bauvorhaben steigen. Dies ist der klassische politische Trick: Mehr Ausgaben versprechen und gleichzeitig fiskalische Disziplin behaupten. Die Frage ist, ob die Zahlen tatsächlich aufgehen oder ob sie die Abrechnung lediglich an künftige Steuerzahler weitergeben.
Der eigentliche Trade-Off
Jeder Peso, der für öffentliche Bauvorhalte allocated wird, ist ein Peso, der nicht in den Händen mexikanischer Unternehmen oder Familien verbleiben kann. Der Staat positioniert sich als zentraler Kapitalverteiler und verdrängt private Investitionen. Dieser Ansatz geht davon aus, dass die Regierung produktive Projekte besser identifizieren und umsetzen kann als der Markt – eine Annahme, die die Geschichte nur selten bestätigt.
Die unternehmerische Perspektive
Für Anleger ist das Signal klar: Mexiko setzt weiterhin auf staatlich geführte Infrastrukturprojekte statt auf Steuersenkungen oder Deregulierung. Kapital fließt zu denen, die staatliche Aufträge erhalten, nicht zwangsläufig zu denen, die den meisten Wert schaffen. Das kleinere Defizit mag auf dem Papier klug aussehen, aber der eigentliche Test kommt, wenn die öffentlichen Bauvorhaben nicht die Renditen generieren, die zur Bedienung der zugrunde liegenden Schulden erforderlich sind.

