Selenskyjs 1.000-Drohnen-Plan: Ukraine eskaliert Krieg in Russlands Hinterland
Drohnen-Offensive als Wirtschaftskrieg
Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, die Zahl der ukrainischen Langstreckendrohnenangriffe auf russisches Hinterland deutlich zu erhöhen. Statt bisher über 300 sollen künftig täglich 1.000 Drohnen zum Einsatz kommen. Ziel sind Ölraffinerien, Logistikzentren und militärische Anlagen, um Russlands Kriegskosten in die Höhe zu treiben.
Die Ukraine blockiert bereits den wichtigen Schwarzmeerhafen Noworossijsk und kündigt weitere Hafenblockaden an. Russland seinerseits attackiert die ukrainischen Häfen in der Region Odessa. Ein Waffenstillstand im Seekrieg wurde von Moskau abgelehnt.
Putins Reaktion und Selenskyjs Kalkül
Kremlchef Wladimir Putin räumte wirtschaftliche Schäden ein, bezeichnete diese jedoch als nicht kritisch. Er drohte mit Vergeltungsschlägen, die weitaus mehr Zerstörungen anrichten würden. Selenskyj antwortete, Kiew werde auf jede russische "Terroreskalation" mit verstärkten Angriffen reagieren.
Der ukrainische Präsident betonte, die Produktion von Abfangraketen gegen russische Drohnen müsse dringend beschleunigt werden. Selenskyjs erklärte Strategie bleibt unverändert: Russland soll durch militärischen und wirtschaftlichen Druck an den Verhandlungstisch gezwungen werden.
CIA-Kontakte und US-Position
Selenskyj dankte den USA für den "notwendigen Ton" der Gespräche, die CIA-Chef John Ratcliffe diese Woche in Moskau geführt hat. Die Ukraine war im Vorfeld informiert worden. US-Präsident Donald Trump kommentierte den Besuch zurückhaltend und erklärte lediglich, die Russen würden nicht angreifen.
Medienberichte deuten darauf hin, dass Ratcliffe vor einem möglichen russischen Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt haben soll. Details zu den Inhalten der Gespräche wurden nicht bekannt gegeben.

