Schweizer BIP legt kräftig zu – Chemie und Pharma treiben Wachstum

Wachstum übertrifft Erwartungen
Die Schweizer Wirtschaft hat im zweiten Quartal 2026 ein kräftiges Wachstum hingelegt. Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg bereinigt um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit hat sich das Wachstum gegenüber dem ersten Quartal verdreifacht. Eine erste Schätzung von Mitte August wurde bestätigt.
Pharma und Chemie als Wachstumsmotor
Die chemisch-pharmazeutische Industrie lieferte den größten Impuls für das Wachstum. Gleichzeitig nahm die Wertschöpfung in zahlreichen weiteren Branchen zu. Auch die Binnennachfrage erholte sich nach einem schwachen Jahresauftakt. Die Schweiz zeigt damit, dass eine auf Leistung und Innovation ausgerichtete Volkswirtschaft schnell reagieren kann.
Sportevents verzerren das Bild
Das Staatssekretariat für Wirtschaft bereinigte die Zahlen um Sportevents. Olympische Spiele und Fußballgroßereignisse verzerren das BIP wegen Lizenzeinnahmen für Schweizer Verbände. Unbereinigt lag das Wachstum bei 1,9 Prozent. Analysten hatten hier nur 1,7 Prozent erwartet.
Höchstes Wachstum seit 2021
Ein höheres Wachstum als im zweiten Quartal 2026 gab es letztmals 2021. Damals erholte sich die Wirtschaft nach der Corona-Krise. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Schweizer Wirtschaft wieder Fahrt aufnimmt. Der Fokus auf industrielle Stärke und unternehmerische Freiheit zahlt sich aus.

