Schwächelnde Indizes und robuste Halbleiter: Die Wall Street im Spannungsfeld
Die New Yorker Aktienmärkte präsentierten sich zur Wochenmitte mit einem gemischten Bild. Während der Dow Jones Industrial im Kursverlauf schließlich um 0,22 Prozent nachgab und bei 42.427,74 Punkten schloss, konnte der S&P 500 gerade ein marginales Plus von 0,01 Prozent auf 5.970,81 Punkte behaupten. Im Gegensatz dazu blieb der technologielastige Nasdaq 100 auf Wachstumskurs und schloss mit einem Kursanstieg von 0,27 Prozent bei 21.721,92 Punkten.
Ein bedeutender Einflussfaktor auf die Marktentwicklung war die Verdoppelung der Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium durch die USA, die zwar die Investitionsfreude etwas dämpfte, aber keine größeren Verwerfungen hervorrief. Auch die leicht enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA, wie der Arbeitsmarktbericht des Dienstleisters ADP, spiegelten eine gewisse Zurückhaltung wider.
Die Aktualität der amerikanischen Wirtschaft zeigt sich weiter im Widerspruch. Während der vom ISM erhobene Einkaufsmanagerindex die Stimmung im US-Dienstleistungssektor erstmalig seit Juni 2024 unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten sinken ließ, äußerte sich Ökonomin Alexandra Brown von Capital Economics skeptisch über baldige Zinssenkungen seitens der Fed. Ihr Argument: Die Sorgen bezüglich der Inflation überwiegen die Wirtschaftsbedenken derzeit. Im Kontrast dazu schloss der Einkaufsmanagerindex von S&P Global mit positiven Ergebnissen.
Hingegen überraschte die Technologiebranche positiv: Halbleitertitel wie On Semiconductor und NXP Semiconductors erlebten deutliche Kursgewinne. Broadcom setzte seinen Höhenflug dank der KI-bezogenen Begeisterung fort und markierte trotz eines geordneten Plus von 1,7 Prozent abermals einen Rekord. Nvidia, das in der Spitze des Interesses stand, konnte sich um 0,5 Prozent steigern.
Abseits der Technologiebranche beeinflussten Unternehmensberichte die Kursbewegungen. HP Enterprise verzeichnete nach einem erfreulichen Quartalsbericht einen Zuwachs von 0,9 Prozent, wohingegen Crowdstrike durch den schleppenden Umsatzausblick mit 5,8 Prozent Minus abschloss.

