Schnäppchenpreise genutzt: Buffett-Vertrauter Munger verdoppelt seinen Aktienanteil an Alibaba

• Munger kauft erneut Alibaba-Aktien
• Position nahezu verdoppelt
• Value-Investor setzt offenbar auf gute Geschäftaussichten

Die rechte Hand von Warren Buffett bei der legendären Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hatte erst im April mit seinem Einstieg bei dem chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba überrascht. Inzwischen hat der Investor seine Position deutlich aufgestockt und hält nun doppelt so viele Anteile wie noch im Frühjahr 2021.

Munger hat Alibaba-Anteil verdoppelt

Seit dem Jahresstart hat die Alibaba-Aktie rund 30 Prozent an Wert eingebüßt. In den letzten drei Monaten beschleunigte sich der Abwärtstrend massiv und die Aktie des E-Commerce-Unternehmens aus China befindet sich nahezu im freien Fall: 21,4 Prozent hat der Anteilsschein seit Mitte Juli verloren.

Was zum Leidwesen der Alibaba-Anleger ist, hat Charlie Munger nun ausgenutzt und sein Engagement bei dem Unternehmen deutlich ausgeweitet: Über seine Vermögensgesellschaft Daily Journal Corp. hat der 97-jährige seine Beteiligung auf insgesamt 302.000 Aktien fast verdoppelt. Angesichts der schwachen Aktienkursentwicklung im Kaufzeitraum hat der Investor dabei Schnäppchenpreise nutzen können. Im April hatte die Gesellschaft nur 165.320 Alibaba-Aktien im Portfolio, inzwischen beläuft sich der Wert der Alibaba-Anteile im Depot insgesamt auf 45 Millionen US-Dollar. Damit macht die China-Aktie rund 20 Prozent des Gesamtportfolios aus.

Munger als Value-Investor

Da Charlie Munger - ebenso wie Warren Buffett - zur Fraktion der Value Investoren gehört, die Aktien kaufen, die sie für unterbewertet halten und deren Geschäftsmodell zukunftsfähig ist, dürfte der erneute Zukauf bei niedrigen Preisen ein Hinweis darauf sein, dass Munger der Alibaba-Aktie einen deutlichen langfristigen Aufwärtstrend zutraut.

Tatsächlich ist das Unternehmen der chinesische Marktführer in den Bereichen E-Commerce, Fintech und Cloud. Als einer der größten Techkonzerne des Landes kann Alibaba in allen Wachstumssegmenten auf eine breite Kundenschicht auf dem Heimatmarkt setzen. Auch wenn sich das Wachstum angesichts zunehmender Konkurrenz zuletzt abgeschwächt hatte, hat der Amazon-Konkurrent immer noch eine dominierende Marktposition.

Munger selbst hatte sich in der Vergangenheit immer wieder positiv zum chinesischen Markt an sich geäußert und sogar den Vereinigten Staaten nahe gelegt, sich in einigen Bereichen ein Beispiel an der chinesischen Regierung zu nehmen. Dabei verwies der Buffett-Vertraute insbesondere auch auf das strikte Durchgreifen der chinesischen Regulierer beim geplanten Börsengang der Ant Group, einer Tochterfirma von Alibaba. Diese wurde zur Umwandlung in eine Finanzholding gezwungen, der Mutterkonzern wurde wegen Verstoßes gegen das Kartellrecht zu einer Milliardenstrafe verdonnert. Munger befürwortete das Vorgehen gegen eben jenen Konzern, von dem er sich jetzt in großem Stil mit Aktien eingedeckt hat. Insbesondere, dass Alibaba-Chef Jack Ma zunehmend ins Visier der Behörden geraten war, wurde von Munger positiv bewertet. Ma sei ein "Lebemann", den man an die Leine nehmen müsse, denn er habe einfach das Bankgeschäft in Angriff nehmen wollen, ohne Regeln zu befolgen, und tun wollen "was immer ihm gefällt", so Munger im Interview mit CNBC.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 12.10.2021 · 22:52 Uhr
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