Samsung und SK Hynix erholen sich nach Kursrückgang: Warum Dells 16%-Anstieg wichtig ist

Die Aktien von Samsung Electronics und SK Hynix haben sich am Donnerstag erholt, nachdem Dell Technologies starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur gemeldet hatte.
Samsung stieg im frühen Handel in Seoul um 1,2 % auf 253.500 Won, während SK Hynix um 1,5 % auf 1,637 Millionen Won zulegte. Beide Aktien hatten am Mittwoch mehr als 4 % verloren, als die Ölpreise und die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen.
In der Nacht zuvor hatte Dell einen Anstieg von 15,8 % verzeichnet, nachdem das Unternehmen Rekordbestellungen für KI-Server und einen Auftragsbestand von $95 Milliarden gemeldet hatte. Für Investoren in koreanische Speicherchips bleibt die Nachfrage stark, während das Angebot weiterhin begrenzt ist.
Dells $95 Milliarden Auftragsbestand zeigt anhaltend hohe KI-Nachfrage
Dell berichtete über einen Umsatz von $47 Milliarden im zweiten Quartal und einen bereinigten Gewinn von $7,04 pro Aktie, was die Erwartungen der Wall Street übertraf.
Für Samsung und SK Hynix verzeichnete Dell Rekordbestellungen für KI-Server in Höhe von $60,9 Milliarden, generierte einen Umsatz von $16,4 Milliarden mit KI-Servern und schloss das Quartal mit einem Auftragsbestand von $95 Milliarden ab. Dell erhöhte seine Umsatzprognose für KI-Server von $60 Milliarden auf $74 Milliarden.
Analysten von Citi und Morgan Stanley hoben ihre Kursziele für Dell an und betonten die starke Investitionstätigkeit in KI über verschiedene Plattformen hinweg.
Dells größte Engpässe betreffen genau das, was Samsung und SK Hynix verkaufen
Die Kommentare von Dell zu Lieferengpässen waren besonders relevant. Der Vizevorsitzende und COO Jeff Clarke erklärte, dass die größten Engpässe bei DRAM und NAND bestehen, zusammen mit Engpässen in anderen Teilen der Serverlieferkette.
Samsung und SK Hynix sind in diesen Engpässen involviert. SK Hynix ist ein führender Anbieter von Hochgeschwindigkeitsspeichern für KI-Beschleuniger, während Samsung HBM, konventionellen DRAM und NAND liefert.
Analysten sehen in den anhaltenden Engpässen eine Unterstützung für die Preisgestaltung koreanischer Speicherhersteller.
Der Kursrückgang am Mittwoch war eher makroökonomisch als speichergetrieben
Am Mittwoch schloss Samsung 4,0 % niedriger und SK Hynix fiel um 4,7 %, während der KOSPI fast 4 % verlor. Höhere Ölpreise, gestiegene Renditen von US-Staatsanleihen und geopolitische Spannungen führten zu Verkäufen von Technologiewerten.
Diese Belastung ließ über Nacht nach. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe ging von einem Tageshoch von etwa 4,82 % zurück, während Nvidia um 3,2 % und Micron um 2,4 % zulegten.
Analysten erwarten, dass die starke Nachfrage nach KI-Halbleitern die Ertragsdynamik führender Chipaktien verbessern könnte. Die makroökonomischen Risiken bleiben jedoch bestehen, und ein erneuter Anstieg der Ölpreise oder Anleiherenditen könnte die Bewertungen erneut unter Druck setzen.
Dennoch zeigen Dells Ergebnisse, dass der zugrunde liegende KI-Speicherzyklus stark bleibt, da das Unternehmen Rekordbestellungen für Server verzeichnet und DRAM und NAND als größte Engpässe benennt.

