Russland stellt sich gegen NATO-Dominanz in der Ostsee
In einer aktuellen Stellungnahme hat der russische Vizeaußenminister Alexander Gruschko klargestellt, dass Russland entschlossen ist, die Ostsee davor zu bewahren, allein unter die Kontrolle der NATO zu geraten. Diese Aussage erfolgte im Kontext der Diskussionen über verstärkte Überwachungsmaßnahmen der NATO in der Region. Gruschko, der das westliche Bündnis für seine Bemühungen kritisierte, warnte davor, die Ostsee in einen „Binnensee“ der NATO zu verwandeln. Dies sei aus vielfältigen Gründen nicht zu erwarten, der Haupthinderungsgrund liege jedoch in der Entschlossenheit Russlands.
Trotz der schwächeren Position Russlands durch den Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO, betonte Gruschko die Fähigkeit seines Landes, seine Interessen effektiv zu verteidigen. Details zu den Mitteln und Maßnahmen, die Russland dabei in Betracht zieht, ließ der ehemalige russische NATO-Botschafter jedoch offen.
Zunehmende Spannungen sind auch das Resultat vermehrter Patrouillengänge der Luft- und Seestreitkräfte der NATO-Anrainerstaaten, die auf Schäden an Versorgungskabeln auf dem Meeresgrund reagieren. Diese Schäden werden mutmaßlich Russland zugeschrieben. Parallel dazu operiert auf der Ostsee eine inoffizielle Flotte von Tankern, die möglicherweise genutzt wird, um westliche Sanktionen gegenüber dem russischen Ölhandel zu umgehen.

