Russland kritisiert Gespräche über Friedenslösung in der Ukraine
Die Gespräche über eine Friedenslösung in der Ukraine beim Weltwirtschaftsforum in Davos haben zu scharfer Kritik seitens Russlands geführt. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte am Dienstag in Moskau, dass solche Verhandlungen ohne russische Beteiligung 'sinnlos und schädlich' seien. Sie bemängelte, dass die 'Friedensprinzipien für die Ukraine', die von den Organisatoren erarbeitet werden, auf der inakzeptablen Formel des ukrainischen Präsidenten Selenskyj basieren würden. Laut Sacharowa enthält die Formel zudem ein Verbot für Friedensverhandlungen mit Russland, was ihrer Einschätzung nach realitätsfern ist.
Russischer Angriffskrieg in der Ukraine setzt sich fort
Der russische Angriffskrieg in der Ukraine dauert trotz der Gespräche weiter an. In der Nacht zum Mittwoch wurden bei einem russischen Angriff mit Drohnen auf die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer mindestens drei Menschen verletzt. In verschiedenen Regionen des Landes wurden Luftalarme ausgelöst und Explosionen in den südlichen Gebieten Mykolajiw und Cherson waren zu hören. Bereits am Dienstagabend wurden bei einem Raketenangriff in Charkiw 17 Menschen verletzt.
Russland wehrt ukrainische Angriffe ab
Russland berichtete, dass es in der Nacht erneut ukrainische Angriffe im Grenzgebiet abgewehrt habe. Nach Angaben der Militärverwaltung von Odessa wurde die gleichnamige Hafenstadt am Schwarzen Meer mit Angriffsdrohnen attackiert. Wohngebäude wurden dabei beschädigt und mindestens drei Menschen verletzt. Zudem mussten rund 130 Zivilisten aus beschädigten Wohnungen evakuiert werden. Bei einem Raketenangriff auf Charkiw wurden ebenfalls zahlreiche Gebäude beschädigt und mindestens 17 Menschen verletzt.
Putin warnt Ukraine vor Ende ihrer Staatlichkeit
Der russische Präsident Wladimir Putin wies die Friedensformel der Ukraine zurück und forderte territoriale Zugeständnisse. Er betonte, dass Russland nicht zum Verzicht auf die eroberten Gebiete gezwungen werden könne. Putin warf den ukrainischen Streitkräften vor, russische Grenzregionen zu beschießen, um vom eigenen Scheitern abzulenken. Zudem solle den westlichen Sponsoren gezeigt werden, dass die Ukraine auf russische Angriffe antworten könne. Putin warnte vor einem 'irreparablen Schlag' gegen die ukrainische Staatlichkeit.
Selenskyj wirbt um internationale Hilfe
Präsident Selenskyj warnte eindringlich vor einem 'Einfrieren' des russischen Kriegs gegen die Ukraine und bekräftigte Hoffnungen auf einen Nato-Beitritt. Er warb um weitere finanzielle und militärische Unterstützung und erhielt Zusagen von der EU, Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Macron stellte der Ukraine ein Unterstützungsabkommen sowie Waffenlieferungen in Aussicht. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden tauschten sich über die Unterstützung für die Ukraine aus.
Mittwoch: Kämpfe dauern an
Im Kriegsgebiet in der Ukraine gehen die Kämpfe ungeachtet der winterlichen Verhältnisse weiter. Die ukrainischen Streitkräfte konzentrieren sich vor allem darauf, ihre Verteidigungsanlagen zu befestigen und russische Angriffe abzuwehren. (eulerpool-AFX)

