Russland kritisiert Friedensgespräche in Davos als sinnlos und schädlich
Die Gespräche über eine Friedenslösung in der Ukraine, die kürzlich in Davos stattfanden, wurden von Russland als "sinnlos und schädlich" kritisiert. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa bezeichnete die "Friedensprinzipien für die Ukraine", die bei den Gesprächen entwickelt wurden, als von vornherein nicht lebensfähig. Grund dafür sei die "absurde und inakzeptable Formel Selenskyjs", so Sacharowa. Zudem enthalte Selenskyjs Formel ein Verbot für Friedensverhandlungen mit Russland.
Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte in seiner Formel den Rückzug russischer Truppen aus der Ukraine, die Bestrafung der Verantwortlichen für den Krieg und russische Reparationszahlungen gefordert. Russland sieht diese Forderungen als realitätsfern an. Bereits zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin betont, dass Russland seine Eroberungen nicht aufgeben werde. Vor fast 23 Monaten hatte Russland seinen Angriffskrieg unter dem Vorwand begonnen, die russischsprachige Bevölkerung im ostukrainischen Donbass-Gebiet schützen zu wollen. Mittlerweile hat Russland auch große Teile der Südukraine besetzt.
Bei den Gesprächen in Davos hatten sich Vertreter von über 80 Staaten versammelt, um über einen Friedensplan für die Ukraine zu diskutieren. Leider wurde dabei kein konkreter Fortschritt erzielt. (eulerpool-AFX)

