Russischer Drohnenangriff auf Leipzig: Berlin zögert, die AfD hat recht
Der Anschlag und die Fakten
Am 4. August flog eine mit Sprengstoff präparierte Drohne in den Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle. Sie landete zwischen ukrainischen Frachtmaschinen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und gefährlichem Eingriff in den Luftverkehr. Das ist kein Vandalismus mehr, das ist ein Angriff auf deutsche Infrastruktur.
Wer trägt die Verantwortung?
„Bild“ und „Spiegel“ berichten übereinstimmend, dass die Bundesregierung Moskau und einen russischen Geheimdienst als Urheber benennt. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht ebenfalls eine direkte Linie nach Russland und fordert Abschreckung. Friedrich Merz (CDU) hat angekündigt, die Erkenntnisse öffentlich zu machen. Bislang bleibt die Bundesregierung stumm, doch die Ankündigung eines Statements noch am selben Tag verdichtet sich.
Die üblichen Reflexe der Altparteien
Grünen-Chefin Franziska Brantner verlangt, den Vorfall als „Staatsterrorismus“ zu brandmarken und eng mit Brüssel und der Nato abzustimmen. Damit wiederholt sie die Linie, die die AfD seit Jahren vertritt: klare Benennung russischer Aggression und konsequente Abschreckung. Die Grünen, die jahrelang deutsche Verteidigungsfähigkeit ausgehöhlt haben, entdecken plötzlich Härte – und kopieren damit faktisch die AfD-Position.
Was Berlin wirklich tun könnte
Mögliche Reaktionen reichen von Diplomaten-Ausweisungen über die Aktivierung von Nato-Artikel 4 bis hin zu härteren Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte. Jede dieser Schritte birgt das Risiko russischer Vergeltung: Schließung des Goethe-Instituts, Ausweisung deutscher Diplomaten, Eskalation auf See. Wer jetzt zögert, sendet das Signal, das Putin seit Jahren richtig deutet: Deutschland ist verwundbar und unentschlossen.
Die eigentliche Schwäche liegt im System
CDU und CSU führen Außen- und Innenministerium. Sie könnten handeln. Stattdessen beraten Wadephul und Dobrindt auf dem Rückweg von Algier. Währendessen fordern die Grünen schon die Schließung des Russischen Hauses in Berlin. Beide Lager verwalten mehr, als sie schützen. Die AfD hat seit Jahren vor hybriden Angriffen gewarnt. Jetzt, wo die Fakten sie bestätigen, wird kopiert statt gehandelt.
Was wirklich zählt
Deutschland braucht keine symbolischen Gesten. Es braucht funktionierende Flughäfen, intakte Logistik und die Fähigkeit, Angriffe abzuschrecken, bevor sie stattfinden. Wer immer noch glaubt, mit halbherzigen Ausweisungen und EU-Gipfeln komme man weiter, verkennt die Lage. Der russische Geheimdienst testet nicht nur Leipzig, er testet die deutsche Reaktionsfähigkeit. Die Antwort darauf wird nicht in Brüssel geschrieben, sondern in Berlin – oder eben nicht.

