Russische Drohnenangriffe auf Krywyj Rih – Selenskyj nennt Angreifer „Bestien“
Tödliche Treffer auf Zivilisten
Russische Drohnen haben in Krywyj Rih ein vollbesetztes Einkaufszentrum getroffen und mindestens 14 Menschen getötet. 121 Verletzte, darunter 22 Kinder, sind bisher gezählt. Fünf der Kinder erlitten schwere Verletzungen.
Der Angriff erfolgte in zwei Wellen. Nach dem ersten Einschlag und dem Beginn des Brandes griffen weitere Drohnen gezielt Rettungskräfte an.
Selenskyjs scharfe Worte
Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in einer kurzen Videobotschaft von „absoluter Grausamkeit“ und nannte die Angreifer „Bestien“. Er bezeichnete die Angriffe als „Terrorakte“ und forderte echten Druck auf den Aggressor.
„Damit Frieden herrschen kann, muss Russland tatsächlich zur Verantwortung gezogen werden“, erklärte Selenskyj auf Facebook. Seine Heimatstadt liegt 350 Kilometer südöstlich von Kiew und war erst vor wenigen Tagen bereits Ziel russischer Raketen und Drohnen gewesen.
Weitere Angriffe auf Mykolajiw
In der Region Mykolajiw trafen russische Raketen ein Geschäft, eine Apotheke und ein Postamt. Vier Menschen starben, darunter drei Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren.
Kontext des Krieges
Russland führt seit knapp viereinhalb Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. In den vergangenen Monaten richtet sich die russische Taktik zunehmend gegen zivile Ziele. Die Zahl der zivilen Opfer steigt, die Forderung nach konsequenter Abschreckung wird lauter.

