Ripple-CEO Garlinghouse kontert Jamie Dimons Kritik an Coinbase und dem CLARITY ACT

Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, hat JPMorgan Chase CEO Jamie Dimon für dessen jüngste Äußerungen kritisiert, in denen er den CLARITY ACT angriff. Garlinghouse erinnerte daran, dass Dimon die Kryptoindustrie seit Jahren ablehnt und den Zweck der Gesetzgebung falsch darstellt.
Konflikt über Krypto-Regulierung
In einem Interview mit der Fox Business-Moderatorin Maria Bartiromo reagierte Garlinghouse direkt auf Kommentare, die Dimon Anfang des Monats gemacht hatte. Der Bankmanager hatte Coinbase-CEO Brian Armstrong beschuldigt, das Gesetz in Washington voranzutreiben, und behauptet, die vorgeschlagene Gesetzgebung schwäche den Schutz gegen Geldwäsche und Verstöße gegen das Bankgeheimnis.
Der Ripple-Manager erklärte, Dimon versuche entweder absichtlich, die Unterstützung für das Gesetz zu untergraben, oder verstehe nicht, was die Gesetzgebung tatsächlich bewirkt.
"As much as we can talk about whether or not Brian Armstrong is representing the industry, he is not; he is representing Coinbase, and in certain ways he is going to look out for Coinbase's best interest. But at the end of the day, I think what Jamie Dimon did was a disservice. He's representing that this reduces compliance concerns, that it makes it easier to do bad things. That's just not true. It's either intentional misrepresentation or even negligent to try to make support for the Clarity Act go away."
Bereits bei seinem Auftritt beim Reagan National Economic Forum im letzten Monat sagte Dimon, dass Banken die aktuelle Form des Gesetzes nicht akzeptieren würden, und griff Armstrong scharf an.
"He's the only one, and he's spending hundreds of millions of dollars in Washington on this thing. He's full of shit."
Auch der Ökonom Peter Schiff kritisierte Dimons Kommentare und erklärte, dass Stablecoin-Emittenten nicht denselben Bankvorschriften unterliegen sollten wie traditionelle Kreditgeber. Trotz seiner langjährigen Kritik an Kryptowährungen sagte Schiff, dass Banken mit FDIC-Versicherung und riskanten Kreditpraktiken arbeiten, während vollständig abgesicherte Stablecoins, die nur in US-Staatsanleihen investieren, einen legitimen Zweck erfüllen.
Fortschritte des CLARITY ACT
Der CLARITY ACT bewegt sich durch den Kongress, sieht sich jedoch wachsendem Widerstand von großen Banken gegenüber. Das Gesetz zielt darauf ab, klarzustellen, welche US-Regulierungsbehörde für verschiedene Arten von Kryptowährungen zuständig ist, indem es die Verantwortlichkeiten zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) aufteilt. Es soll Verwirrung über die Krypto-Regulierung in den Vereinigten Staaten verringern.
Nachdem das Gesetz 2025 das Repräsentantenhaus passiert hatte, wurde es letzten Monat im Bankenausschuss des Senats weiter vorangetrieben, steht jedoch noch vor weiteren Debatten im gesamten Senat. Ein Hauptstreitpunkt sind die Bestimmungen zu Stablecoin-Erträgen, die Banken argumentieren, dass Krypto-Unternehmen erlauben könnten, zinsähnliche Belohnungen anzubieten, ohne die gleichen regulatorischen Anforderungen wie traditionelle Finanzinstitute zu erfüllen.

