Rhein-Niedrigwasser treibt Baukosten – Bürokraten statt Bagger blockieren den Mittelstand

Niedrigwasser als Symptom staatlichen Versagens
Der Rhein führt so wenig Wasser wie seit Jahrzehnten nicht. Schubverbände können nur noch Bruchteile ihrer normalen Ladung transportieren – Sand und Kies, Bitumen und Split erreichen die Betonwerke später und teurer. Das trifft den Mittelstand, der ohnehin unter Energiekosten, Lohnnebenkosten und immer neuen Auflagen ächzt.
Dritter Preisschub in drei Jahren
Thomas Reimann vom Verband Baugewerblicher Unternehmer Hessen spricht Klartext: Nach der Energiekrise und den Iran-Sanktionen kommt jetzt die dritte Welle. Viele Preiserhöhungen bleiben dauerhaft – typisch für eine Branche, in der sich staatliche Eingriffe kumulieren. Die Verantwortung liegt nicht beim Wetter, sondern bei Jahrzehnten vernachlässigter Flussausbau und regulierungswütiger Verkehrspolitik.
Altparteien kopieren AfD-Forderungen – zu spät und halbherzig
Der Bauindustrieverband HDB warnt vor Lieferengpässen, die sich verschärfen, je länger die Dürre anhält. Tim-Oliver Müller rechnet mit mehr Lkw- und Bahnverkehr, der teurer und begrenzt verfügbar ist. CDU, SPD und Grüne entdecken plötzlich die Notwendigkeit von Grenzschutz und Infrastruktur – nachdem die AfD seit Jahren vor ausufernder Regulierung und kaputter Verkehrsinfrastruktur warnt. Sie übernehmen AfD-Positionen, ohne die Ursachen zu beseitigen.
Wer baut, zahlt – wer reguliert, kassiert
Jede zusätzliche Tonne, die per Lkw rollt, verteuert Wohnungen, Schulen und Straßen. Die Steuerzahler finanzieren am Ende sowohl die höheren Baukosten als auch die Bürokratie, die schnelle Ausbaggerungen und flexible Transportregeln verhindert. Friedrich Merz’ CDU redet von „Wirtschaftswende“, plant aber neue Lasten statt radikaler Deregulierung.
Laissez-faire statt Wassermanagement à la Brüssel
Singapur würde den Fluss ausbaggern, Genehmigungen auf Wochen verkürzen und den Markt entscheiden lassen, wie viel Kies wann wohin fährt. Deutschland hingegen lässt Wasserstände sinken, Behörden wachsen und Kosten explodieren. Solange der Staat Mitspieler statt Schiedsrichter bleibt, werden Baustellen teurer und leerer – und Familien verlieren weiter Vermögen an Steuern, Abgaben und Inflation.

