Review: Razer Kiyo – Test – Überzeugende Kamera oder teurer Mainstream?

Die eigene Technik zu Hause wächst zusehends. Was vor einigen Jahren eher in Firmen oder im professionellen Bereich zu finden war, wird mehr und mehr ein Mainstream Thema. Insbesondere, da die abgedeckten Themenbereiche wachsen und sich gleichzeitig so weit öffnen, dass auch einfache Anwender diese für sich erschließen können. Ähnlich ist es beim Thema Webcams – war das vor einigen Jahren eher für Videokonferenzen und dergleichen notwendig und wurde privat vielleicht mal im Rahmen von Videotelefonie genutzt. Dank dem Streaming auf YouTube oder Twitch wächst natürlich auch hier das Interesse an funktionalen und gut ausgereiften Webcams. Hier hat sich die Kiyo von Razer das Streaming zur Hauptaufgabe gemacht und möchte mit perfekten und flüssigen Videos in Full-HD-Auflösung punkten. Ich hatte die Möglichkeit, mir die Razer Kiyo mal genauer anzusehen und bin dem auf dem Grund gegangen: Was macht die Kiyo anders, als viele tausende Webcams auf dem Markt?

Doch bevor wir uns der Technik widmen, geht es natürlich an den Aufbau. Und dieser gestaltet sich verdammt einfach – Kamera einfach an einem Stativ oder an der Oberkante des Monitors der Laptops befestigen und das USB-Kabel in den Rechner. Dieses hat eine wunderbare Länge, welche auch die komplexesten Anschlussszenarien abdecken dürfte. Um ehrlich zu sein – bei der Halterung der Kamera hatte ich beim Auspacken echte Zweifel. Ich nutze nur einen Laptop – dieser wird auch mal hin und hergeschoben, da mein Arbeitsplatz das leider nicht vermeiden lässt. Meine größte Angst aber galt den Kindern – was wenn die mal an den Tisch stoßen? Was, wenn die Webcam das Segeln im freien Fall lernt? Doch diese Befürchtungen wurden in keinstem Stück bestätigt – im Gegenteil. Die Razer Kiyo hielt sehr stabil und auch Wackler und Ruckler ließen die Kamera ihre Position nicht verlassen. Das Konzept geht also absolut auf. Damit stand dann auch der Arbeit mit der Kiyo nichts mehr im Wege – wahlweise über das Windows-eigene Programm “Kamera” oder die hauseigene Software “Razer Synapse 3”. Ich gestehe: Mit letzerer bin ich nicht warm geworden. Die Möglichkeiten sind allerdings zahlreich und wer es benötigt, findet hier seine wahre Freude. Sowohl Farbtemperatur als auch Helligkeit oder Kontrast lassen sich problemlos anpassen. Wer hier etwas Feintuning betreiben möchte, erhält direkt vom Hersteller entsprechende Möglichkeiten.

Sehr erstaunt war ich von den Videos der Razer Kiyo – diese waren sehr gut, scharf und detailreich in Full-HD. Bewegungen wurden dank der 30 FPS (frames per second) super flüssig dargestellt. Die Standardeinstellungen waren für mich allerdings nicht zu gebrauchen, sodass ich die Farben etwas verringert habe, da diese zuvor zu kräftig wirkten. Möchte man mehr FPS mit der Kamera erreichen, so lässt sich die Einstellung der Auflösung auf 1280×720 Pixel herunterschrauben, wodurch 60FPS erreicht werden können.

Das wirklich besondere an der Razer Kiyo ist allerdings der LED-Ring, welcher durch einfache Drehungen heller oder dunkler bis hin zu aus geschaltet werden kann! Hierdurch hatte ich selbst in einem vollkommen abgedunkelten Raum oder mit Gegenlicht vom TV-Gerät keinerlei Probleme. Das weiß zu überzeugen und liefert in jeder Situation ein wundervolles Bild, da störende Schatten einfach verschwinden. Kleiner Nachteil: Bei Tonaufnahmen mit dem verbauten Video klangen die Stimmen nicht kräftig genug. Für eine Videokonferenz vollkommen ausreichend, fürs Streamen ist hier eher ein USB-Mikrofon zu empfehlen (aber auch hier bietet Razer wirklich gute Geräte!).

Natürlich hat auch Razer eigene technische Daten zur Kiyo angegeben, welche wir an dieser Stelle mit euch teilen:

TECHNISCHE DATEN

VIDEO-AUFLÖSUNG 1080p @ 30FPS / 720p @ 60FPS / 480p @ 30FPS / 360p @ 30FPS
SICHTFELD 81.6 °
BILDAUFLÖSUNG 4 Megapixels
STANDBILD-AUFLÖSUNG 2688×1520
VERBINDUNGSTYP USB 2.0
FOKUSTYP Auto
VIDEO-CODIERUNG YUY2/MJPEG or H.264
BEFESTIGUNGSOPTIONEN L-förmiges Verbindungsstück und Stativ (nicht im Lieferumfang enthalten)
INDIVIDUELLE ANPASSUNG DER BILDQUALITÄT Ja
KABELLÄNGE Geflochtenes Kabel (1,5 m)
AUDIO-CODEC 16 bit 48 KHz
RICHTCHARAKTERISTIKA Omnidirektional
EMPFINDLICHKEIT -38 dB
KOMPATIBILITÄT
  • PC mit einem freien USB-Anschluss
  • Windows® 7 (oder höher)
  • Internetanschluss
  • 500 MB freier Festplattenspeicher*
  • *Bestimmte Anwendungen können höhere Systemanforderungen haben und zusätzliche Software erfordern.
Insgesamt erhält man mit der Razer Kiyo daher eine mehr als nur solide Kamera. Die Bilder sind gestochen scharf und auch der LED-Lichtring bringt einen echten Mehrwert. Sicherlich mag der Preis für ab und an Videotelefonie zu hoch wirken, doch wer mit dem Streaming seine Ziele setzt, der wird hier definitiv mit glücklich! Zudem ist der Anschluss sehr leicht und den Einstellungsmöglichkeiten mit der eigenen Software nur wenige Grenzen gesetzt. Wer diese nicht verwenden möchte, kann immer noch mit Windows-Boardmitteln agieren. Damit wird dem Nutzer kein Softwarezwang aufgesetzt, sondern die eigene Flexibilität respektiert.
Review: Razer Kiyo – Test – Überzeugende Kamera oder teurer Mainstream?
9
Qualität
8
Steuerung
8.5
Design
8.5
Preis Leistung
9.5
Ausstattung
Gesamtwertung 8.7 / 10
Unser Fazit
Die Razer Kiyo hat mich absolut fasziniert! Ich bin ehrlich - mir war nicht mal bewusst, was eine Kamera alles ausmachen kann. Doch Razer liefert hier ein Meisterwerk der aktuellen Technik und ermöglicht dem Anwender gleichzeitig volle Flexibilität. Und das sowohl bei der Auswahl der Software und des Nutzens, als auch bei der Helligkeit des LED-Lichtrings. Somit passt sich die Kamera nahezu jeder Situation an. Damit steht dem Einzug einer neuen Webcam absolut nichts mehr im Wege!
Gaming / Tests / Zubehör / FULL HD / Kiyo / Led / Lichtring / Preis / Razer / Review / Test / Webcam
[topgamingnews.de] · 18.10.2020 · 07:26 Uhr
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