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Review – Merach R50 – Ein Luft-Rudergerät muss nicht groß, teuer und kompliziert sein…

15. August 2026, 19:58 Uhr · Quelle: toptechnews.de
Review – Merach R50 – Ein Luft-Rudergerät muss nicht groß, teuer und kompliziert sein…
Das Merach R50 überzeugt im Test durch Stabilität und einfache Bedienung bei kompakter Bauweise.

Wer zu Hause trainieren will, kennt wahrscheinlich das Problem: Irgendwann steht da nicht nur eine Hantel herum, sondern plötzlich ein ziemlich großes Fitnessgerät. Gerade bei Rudergeräten ist das so eine Sache. Die Teile sind effektiv, brauchen aber ordentlich Platz und sind im Wohnzimmer nicht unbedingt unsichtbar.

In den Studios stehen natürlich meistens Geräte, die noch einmal eine ganz andere Hausnummer sind. Stabil, hochwertig und für den Dauerbetrieb ausgelegt. Dafür kosten sie eben auch entsprechend und sind für zu Hause nicht unbedingt die erste Wahl. Außer man heißt Krösus, hat gespart und hat einen separaten Raum dafür.

Das MERACH R50 Rudergerät geht da einen etwas anderen Weg. Es ist vergleichsweise schlank gebaut und wirkt auf den ersten Blick gar nicht so riesig. Meine Frage war deshalb vor allem: Wie schlägt sich das Ding beim Training und muss man bei der schlanken Bauweise irgendwo Abstriche machen?

Ich habe das R50 über einen längeren Zeitraum ausprobiert und mir Aufbau, Verarbeitung, Mechanik und natürlich das Training genauer angesehen.

Ausgepackt und aufgebaut

Fangen wir beim Aufbau an. Und da gibt es direkt etwas Positives: Ein großer Teil des R50 kommt bereits vormontiert aus dem Karton. Man muss also nicht erst einmal sämtliche Einzelteile vor sich ausbreiten und überlegen, was davon jetzt eigentlich wohin gehört. Ganz ohne Arbeit geht es natürlich trotzdem nicht.

Wobei ich sagen muss: Die eigentliche Herausforderung war für mich weniger das Schrauben als vielmehr das Herausbekommen der Teile aus dem Karton. Das R50 ist nun einmal kein kleines Paket, das man mal eben alleine auf den Tisch stellt. Gerade beim Auspacken würde ich definitiv empfehlen, eine zweite Person dabei zu haben. Sind die Teile erst einmal aus dem Karton, wird es deutlich entspannter.

Das Handbuch ist angenehm einfach gehalten. Die einzelnen Schritte sind gut bebildert und verständlich beschrieben. Dazu kommen verschiedene Sprachen. Ich musste jedenfalls nicht erst irgendwo nach einer Anleitung suchen oder mir ein Video anschauen, um herauszufinden, welches Teil jetzt an welche Stelle gehört. Beim R50 waren ungefähr 30 Minuten zusätzliche Montage nötig. Das finde ich für ein Rudergerät dieser Größe völlig okay. Ich hatte ehrlich gesagt mit mehr Komplikationen gerechnet.

Die meiste Arbeit besteht darin, die bereits vormontierten Teile miteinander zu verbinden und die letzten Komponenten anzubringen. Danach steht das Merach R50 vor einem. 

Schlank, aber trotzdem stabil

Mein erster Gedanke beim R50 war tatsächlich: Hoffentlich ist das Ding beim Training nicht zu leicht beziehungsweise zu wackelig. Dazu kommt, dass ich jetzt ja auch nicht unbedingt ein Leichtgewicht bin und so meine Erfahrungen gemacht habe, was zu “leicht” ausgeführte Geräte… ach was, reden wir später drüber, wenn’s zum “tragen” kommt… (ich sollte diese flachen Wortwitze besser lassen).

Beim ersten Training habe ich mich erst einmal langsam mit weniger Gewicht und Schwung in die Riemen gelegt und mich langsam an meinen gewohnten Intervall herangetastet. Naja, zu guter Letzt muss man ja aber auch schauen, was passiert, wenn man mal etwas kräftiger zur Sache geht.

Die Sorge hat sich ziemlich schnell erledigt. Auch wenn ich beim Rudern mal etwas mehr Kraft einsetze, bleibt das Merach R50 bei mir da, wo es steht. Ich musste das Gerät während des Trainings jedenfalls nicht ständig wieder zurechtrücken. Wackeln oder nerviges Klappern sind mir ebenfalls nicht aufgefallen, was mich dazu drängt, die Kopfhörer lauter zu drehen.

Und das ist so ein Punkt, den man beim ersten Anschauen gar nicht unbedingt auf dem Schirm hat. Beim Training merkt man dann ziemlich schnell, ob die Konstruktion etwas taugt oder der Spaß schnell wieder verfliegt, weil man Angst haben muss nachher eine Etage tiefer zu sitzen.

Das Gerät wirkt trotz seiner eher schlanken Bauweise ordentlich stabil. Gerade für die Nutzung zu Hause finde ich das gelungen. Es nimmt nicht unnötig viel Raum ein, fühlt sich beim Rudern aber trotzdem nicht fragil an. Einen einstellbaren Fuß für den Höhenausgleich gibt es allerdings nicht. Durch den zweiteiligen Aufbau und die mögliche moderate Verbindung der beiden Hauptelemente kann das Gerät ein wenig arbeiten, beziehungsweise sich leicht an Unebenheiten anpassen. In meinem Fall hat das dem sicheren Stand aber keinen Abbruch getan, die Fliesenleger haben damals gute Arbeit geleistet.

Ein weiterer Pluspunkt ist Belastbarkeit, da das Gerät auch für Anwender bis 160kg ausgelegt ist.

Die Zugbewegung: ruhig und geschmeidig

Beim Rudergerät ist natürlich die eigentliche Bewegung entscheidend. Schließlich sitze ich nicht davor, um es anzuschauen… Dekoartikel gibt es schöneres und günstigere, da braucht man kein Fitnessgerät.

Also los!

Beim ersten Training habe ich darauf geachtet, ob irgendwo etwas ruckelt oder die Kette nicht sauber läuft. Das ist beim Merach R50 nicht der Fall. Die Zugkette läuft angenehm ruhig.

Man zieht am Griff, die Bewegung läuft sauber durch und anschließend geht es wieder nach vorne. Dabei fühlt sich das Ganze ziemlich geschmeidig an. Genau so soll es meiner Meinung nach sein.

Auch der Griff lässt sich nach dem Training schnell wieder einhängen. Klingt nach einem kleinen Detail, ist aber genau die Art von Sache, die im Alltag angenehm ist. Wenn man fertig ist, möchte man den Griff einfach zurückhängen und nicht noch mit irgendeinem komplizierten Mechanismus herumprobieren.

Insgesamt ist die Mechanik eher unspektakulär. Und das meine ich positiv. Das Merach R50 macht beim Rudern einfach seinen Job.

Auch am Sitz gibt es wenig zu meckern. Der Sitzschlitten läuft auf Kunststoffrollen über die Führung und macht dabei einen angenehm ruhigen Eindruck. Kein nerviges Rattern und auch kein ständiges Klappern und eine angenehme Polsterung.

Wenn ich eine längere Einheit mache, möchte ich irgendwann einfach meine Musik oder einen Podcast hören und trainieren. Das Gerät sollte dann möglichst wenig Aufmerksamkeit verlangen damit der Fokus auf der Bewegung liegt und nicht im ignorieren von störenden Einflüssen.

Training und Widerstand

Die Bedienung des R50 ist erfreulich unkompliziert. Draufsetzen, Griff nehmen, Widerstand einstellen und losrudern. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.

Der Luft Widerstand lässt sich mechanisch stufenlos einstellen und reicht von 1 bis 10. Man kann sich seine Einstellung dadurch ziemlich einfach merken und beim nächsten Training schnell umstellen, um wieder dort anzufangen wo man aufgehört hat, auch wenn eine weitere Person damit trainiert.

Was mir dagegen nicht ganz so gut gefällt, sind die Fußrasten. Wenn das R50 nur von einer Person genutzt wird, dürfte das kaum eine Rolle spielen. Bei mehreren Personen sieht es schon etwas anders aus. Wenn beispielsweise zwei Leute mit unterschiedlichen Fuß- beziehungsweise Schuhgrößen trainieren, muss man jedes Mal etwas anpassen. Das funktioniert, könnte aber meiner Meinung nach etwas komfortabler gelöst sein.

Die Einstellung ist zwar nicht kompliziert, aber hakelt ein wenig und kann verkannten, was die Anpassung der Schuhgröße zum Triggermoment werden lässt… Auch ich habe manchmal eine kürzere Zündschnur. Wenn ich das Gerät alleine benutze, stört mich das praktisch nicht, aber wenn meine bessere Hälfte einmal Platz nimmt und mit ihren 39er Kindergröße alles verstellt… %§$£©¢|π√§.

Beim eigentlichen Training gibt es für mich dagegen wenig zu beanstanden. Das Rudergerät steht stabil, die Bewegung läuft ruhig und der Sitz gleitet sauber über die Schiene.

Ich möchte beim Training möglichst wenig darüber nachdenken, was das Gerät gerade macht. Und genau das funktioniert hier ziemlich gut.

Trainingscomputer und Bluetooth

Auch der Trainingscomputer gefällt mir beim R50 ziemlich gut. Das Display ist übersichtlich und zeigt trotzdem ausreichende Informationen an. Man bekommt also nicht nur zwei oder drei Werte vor die Nase gesetzt, sondern kann während des Trainings einiges im Blick behalten.

Bluetooth ist ebenfalls dabei. Das finde ich persönlich praktisch, weil sich das Rudergerät damit mit der entsprechenden App verbinden lässt und weitere Möglichkeiten bietet für zusätzlich Verbindungen zum Beispiel zur Pulsüberwachung.

Beim MERACH R50 AURA, das baugleich zum R50 ist, gibt es ein etwas größeres, beziehungsweise hochwertigeres Display. Das sieht natürlich schicker aus und macht bei der Darstellung noch einmal mehr her. Beim R50 fehlt mir das im Alltag aber nicht wirklich. Ich schaue beim Rudern sowieso nicht die ganze Zeit auf das Display. Die wichtigen Trainingsdaten sind da, die Anzeige ist gut ablesbar und Bluetooth ist ebenfalls vorhanden. 

ZDF – Zahlen, Daten, Fakten. Für mich reicht das vollkommen aus.

Abbau und Verstauen

Ein Punkt, den man bei einem Heimtrainer nicht unterschätzen sollte, ist das Verstauen. Nicht jeder hat zu Hause einen eigenen Fitnessraum. Bei mir müsste das Rudergerät deshalb auch mal aus dem Weg, wenn gerade nicht trainiert wird. Das klappt beim R50 grundsätzlich ganz gut. Der Abbau ist unkompliziert und man kann das Gerät relativ schnell für die Lagerung vorbereiten.

Allerdings wird das R50 dabei zweiteilig auseinandergeklappt. Man kann also nicht einfach das komplette Gerät zusammenklappen und als eine Einheit irgendwo an die Wand stellen. Stattdessen hat man anschließend zwei Teile, die irgendwo untergebracht werden müssen. Eine Lösung mit einem Scharnier, bei der sich das komplette Rudergerät zusammenklappen lässt, fände ich persönlich praktischer.

Gerade wenn das Gerät regelmäßig aus dem Wohnzimmer oder Arbeitsbereich verschwinden soll, merkt man diesen Unterschied. Zwei Teile bedeuten eben auch, dass man zwei Teile irgendwo unterbringen muss. Auf der anderen Seite hat die Sache auch einen kleinen Vorteil: Die einzelnen Teile sind natürlich leichter zu bewegen. Gerade das schwere Element mit dem Masserad kann beim Aufrichten über die Rollen bewegt werden. Ich muss also nicht das komplette Gewicht auf einmal schleppen.

Mein Eindruck nach dem Test in der Zusammenfassung

  • Nach einiger Zeit mit dem R50 bleibt bei mir vor allem hängen, dass das Gerät im Alltag angenehm unkompliziert ist.
  • Ich war anfangs tatsächlich etwas skeptisch, ob die schlanke Konstruktion beim Rudern nicht irgendwann anfängt zu wackeln. Tut sie bei mir aber nicht.
  • Das R50 steht stabil, die Zugkette läuft ruhig und auch der Sitz macht seine Sache ordentlich.
  • Beim Aufbau sollte man sich am besten eine zweite Person dazu holen. Vor allem beim Herausheben aus dem Karton macht das die Sache deutlich einfacher. Die eigentliche Montage war bei mir mit ungefähr 30 Minuten dann schnell erledigt.
  • Auch beim Training gibt es für mich wenig Anlass zur Kritik. Der Widerstand lässt sich schnell einstellen, die Bewegung fühlt sich gleichmäßig an und die Mechanik fällt eigentlich nur dadurch auf, dass sie nicht weiter auffällt.
  • Der Trainingscomputer gefällt mir ebenfalls. Die Anzeige ist übersichtlich, man bekommt ausreichend Informationen und Bluetooth ist mit dabei.
  • Die Fußrasteneinstellung könnten etwas besser gelöst sein, wenn mehrere Personen das Rudergerät nutzen. Und beim Verstauen muss man mit den zwei separaten Teilen leben.

Wer ein Luft-Rudergerät für das heimischen Training anschaffen möchte, sollte am Merach R50 gerne ein paar Züge probieren und sich überzeugen lassen.

Für mich ist es vor allem eines: ein Gerät, das ich aufstelle, draufsetze und benutze, ohne mir während des Trainings groß Gedanken darüber machen zu müssen. Und genau das erwarte ich eigentlich von einem guten Heimtrainer.

TopTechNews_Gold

Review – Merach R50 – Ein Luft-Rudergerät muss nicht groß, teuer und kompliziert sein…
7.5
Design
9
Verarbeitung
7.5
Features
7.5
Zielgruppe
9
Preis Leistung
Gesamtwertung 8.1 / 10
Unser Fazit
Das MERACH R50 ist beim Training angenehm unauffällig. Es ist vergleichsweise schlank, steht trotzdem stabil und macht beim Rudern einfach das, was es soll. Die Zugbewegung läuft ruhig, der Sitz bewegt sich sauber und auch der Trainingscomputer macht einen guten Job. Bluetooth ist ebenfalls an Bord, was ich persönlich praktisch finde. Natürlich ist nicht alles perfekt. Die Fußrasten könnten bei mehreren Nutzern etwas komfortabler einzustellen sein und beim Verstauen wäre eine Lösung als zusammenklappbare Einheit noch besser gewesen.
Merach R50 / Rudergerät / Luftwiderstand / Heimtraining / Fitnessgerät / Bluetooth / Test
[toptechnews.de] · 15.08.2026 · 19:58 Uhr
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