Returnal im Test: Wenn sterben zur Gewohnheit wird
Housemarque hievt mit Returnal das Roguelike-Genre auf das nächste Level.

Mit Returnal haben sich die finnischen Entwickler von Housemarque ein Ziel gesetzt: Das Roguelike-Genre auf das nächste Leveln zu bringen. Wir haben dem Kreislauf aus Tod und Wiedergeburt den Kampf angesagt und uns durch Horden von Gegnern gekämpft. Warum Housemarque hier etwas ganz Besonderes abliefert, erfahrt ihr jetzt.

Es kann so schön sein, wenn nicht hinter jeder Ecke der Tod lauert.

Wenn die Bruchlandung erst der Anfang ist

Die Prämisse von Returnal ist einfach erklärt. Astronautin Selene stürzt mit ihrem Raumschiff Helios auf einem fremden Planeten namens Atropos ab, welcher allerlei Geheimnisse mit sich bringt. Schnell erkennt sie, dass nicht alles mit rechten Dingen vor sich geht.

Eine uralte Alien-Zivilisation sowie eine tödliche Fauna sind ihr geringstes Problem, den wie sich recht schnell herausstellt, findet sich Selene in einem nicht endend wollenden Kreislauf aus Tod und Wiedergeburt wieder. Jedes Mal, wenn Selene stirbt, startet sie erneut an der Absturzstelle und der Zyklus beginnt von vorne.

Atropos ist ein mysteriöser Planet voller Geheimnisse und Gefahren.

Die Story ist ein Mysterium

Die Story wird auf eine sehr kryptische Art und Weise erzählt und lässt euch bewusst mit fragenden Gesichtern zurück. Wer ist Selene? Welche Verbindung hat das mysteriöse Haus? Warum kann sie nicht sterben? Die Story ergibt im Kontext der Spielwelt Sinn und steuert auch eine ordentliche Portion Atmosphäre bei.

Freunde, die jedes Audiolog und jeden Flashback genau analysieren, um die Story zusammenzuführen, kommen hier sicher auf ihre Kosten. All diejenigen, die aber eher an der Hand genommen werden wollen, werden enttäuscht sein. Ungeachtet dessen hebt Housemarque mit ihrer Erzählweise das Roguelike-Genre auf ein neues Level und zeigt, das eine komplexe Story nicht nur langsamen Action-Adventures vorbehalten ist.

Welche Geheimnisse verbergen sich im Haus?

Die Hölle wird dem Zufall überlassen

Eins vorweg. Wer dieses Spiel spielen möchte, muss einige Kriterien erfüllen:

  • Frust sollte ein Fremdwort sein.
  • Geduld ist dein bester Freund.
  • Du hast Urlaub oder sehr viel Zeit zur Verfügung.

Wer die Kriterien erfüllt, erlebt mit Returnal einen erstklassigen Arcade-Shooter mit herausragendem Gameplay. Wir konnten jedenfalls nicht mehr den Controller aus der Hand nehmen, da die Umsetzung der Spielmechaniken erstklassig miteinander verwoben sind.

Brachiale Action trifft auf ausgefeiltes Level-Design.

Selene ist dank ihres Raumanzugs sehr agil unterwegs. Dieser hilft ihr nicht nur mit einem Dash gegnerische Angriffe auszuweichen, sie kann im späteren Spielverlauf damit auch tauchen und mit einer Art Grappling-Hook sich an Vorsprüngen heranziehen. All das ist auch dringend erforderlich, da jedes Areal eine große Herausforderung darstellt und die Umgebung klug genutzt werden muss.

Selenes Raumanzug sieht unscheinbar aus, entwickelt sich aber schnell als lebensnotwendiges Utensil.

Gerade bei manchen Boss-Fights ist eine gute Augen-Hand-Koordination notwendig, um überhaupt eine Chance zu haben. Der große Star von Returnal ist aber das Gunplay. Das Trefferfeedback fühlt sich nicht nur befriedigend an, die unterschiedlichen Waffenarten, die sich allesamt einzigartig spielen, komplettieren das ganze. Zusätzlich levelt sich jede Waffe bei Nutzung auf, was für eine noch höhere Abwechslung sorgt. Das ganze System wird durch diverse Upgrades, die im Spiel als Parasiten und Artefakte zu finden sind, abgerundet.

Boss-Fights verlangen alles von euch ab und sehen dabei auch noch klasse aus.

Ein audiovisuelles Feuerwerk

Was die Entwickler hier auf den Bildschirm zaubern, ist beachtlich. Butterweiches Gameplay, keine Ladezeiten und ein atmosphärischer Sound, der einem ein Mittendrin-Gefühl gibt. Durch insgesamt 6 verschiedene Biome verschlägt es Selene, die von überwucherten Dschungel Ruinen bis hin zu malerischen Schneelandschaften führen.

Technisch braucht sich Returnal nicht von anderen Spielen zu verstecken.

Nach dem Tod kommt die Wiedergeburt

Was ein brachiales Abenteuer. Alle geduldigen und frustfreien Besitzer einer Playstation 5 können bei Returnal zugreifen. Die sehr kryptisch erzählte Story und das fragwürdige Speichersystem schreckt ohne Frage viele Spieler ab. Für all diejenigen, die sich durchbeißen und eine gute Portion Geduld sowie Selbstbeherrschung aufweisen, finden mit Returnal ein klasse Roguelike auf Tripel-A-Niveau.

Games / PlayStation / Returnal
[game-dna.de] · 07.05.2021 · 09:56 Uhr
[0 Kommentare]
 

Milliarden fürs Militär - Weg für Luftkampfsystem FCAS frei

Annegret Kramp-Karrenbauer
Berlin (dpa) - Der Haushaltsauschuss des Bundestags hat milliardenschwere Rüstungsprojekte wie das […] (00)

Paris Hilton: Live-Hochzeit im TV

Paris Hilton
(BANG) - Paris Hilton wird ihre Hochzeit im Fernsehen übertragen lassen. Die 40-jährige Erbin hat sich […] (01)
 
 
Suchbegriff

Diese Woche
23.06.2021(Heute)
22.06.2021(Gestern)
21.06.2021(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News