Resident Evil Requiem bricht Serienrekord auf Metacritic und übertrifft sogar das Original Resident Evil 4
Capcom hat es wieder getan. Resident Evil Requiem ist gerade mal wenige Tage auf dem Markt und sorgt bereits für Zahlen, die selbst hartgesottene Fans der Reihe staunen lassen. Der neunte Hauptteil der legendären Horrorserie hat die Community offenbar genau dort getroffen, wo es am meisten zählt.
9,5 auf Metacritic: Der höchste Nutzerscore der gesamten Franchise
Resident Evil Requiem hat sich auf Metacritic an die Spitze der gesamten Seriengeschichte katapultiert. Mit einem Nutzerwertungsdurchschnitt von 9,5, basierend auf über 3.000 Bewertungen, übertrifft das Spiel das bisherige Maß aller Dinge: das Original-Resident-Evil-4 aus dem Jahr 2005, das lange mit einem Score von 9,1 thront. Auch das gefeierte Remake von Resident Evil 4 aus dem Jahr 2023 sowie das 2002er-Remake des ersten Teils, beide mit je 8,9 bewertet, landen damit hinter dem neuen Serienprimus. Noch bemerkenswerter ist, dass Resident Evil Requiem damit gleichauf mit Clair Obscur: Expedition 33 als bestbewertetes Spiel insgesamt auf Metacritic steht. Während Clair Obscur diese Bewertung auf Basis von über 24.500 Rezensionen hält, hat Requiem diesen Wert mit gerade einmal einem Bruchteil dieser Menge erreicht. Auf Steam stellt sich das Bild ebenso eindeutig dar: Über 18.000 Bewertungen ergeben dort das Urteil „Äußerst positiv“.
Leon und Grace: Zwei Kampagnen, eine begeisterte Community
Resident Evil Requiem setzt auf zwei spielbare Protagonisten: den serienbekannten Leon S. Kennedy und die neu eingeführte Grace Ashcroft. Während Leons Handlungsstrang actionreicher ausfällt, taucht Graces Kampagne tiefer in klassische Survival-Horror-Elemente ein. Dass dieser Wechsel zwischen zwei so unterschiedlichen Spielgefühlen mancherorts als etwas abrupt empfunden wird, ist eine der wenigen Kritiken am Spiel. Die überwältigende Mehrheit der Spieler nimmt diesen Dualismus jedoch begeistert an und lobt genau diese Kombination als stärkstes Argument des Titels. Es ist der Beweis, dass Capcom nach Jahren erfolgreicher Remakes auch bei einem vollständig neuen Hauptteil die richtige Balance findet.
344.000 gleichzeitige Spieler auf Steam: Ein neuer Franchiserekord
Der Enthusiasmus schlägt sich nicht nur in Bewertungen nieder, sondern auch in rohen Zahlen. Resident Evil Requiem erreichte auf Steam einen Spitzenwert von über 344.000 gleichzeitigen Spielern, was für ein reines Einzelspielererlebnis außerordentlich ist. Das bisherige Serienrekordspiel, das Resident-Evil-4-Remake, kam auf rund 168.000 gleichzeitige Spieler, was Requiem auf mehr als das Doppelte hochschraubt. Hinzu kommt, dass physische Exemplare noch vor dem Launch bei großen Handelsketten vergriffen waren und der Nachschub auch Tage danach noch limitiert ist. Drei Jahrzehnte nach dem Beginn der Reihe zeigt Resident Evil damit eine Zugkraft, die kaum ein anderes Franchise in seiner Klasse vorweisen kann.
Capcoms langer Weg zurück zur Spitze
Der Erfolg von Resident Evil Requiem ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konsequenten Neuausrichtung, die 2017 mit Resident Evil 7 begann. Die Rückbesinnung auf Survival Horror, gefolgt von einer Reihe hochklassiger Remakes der zweiten, dritten und vierten Episode, hat die Franchise schrittweise wieder in die erste Reihe der Branche gebracht. Requiem setzt diesen Weg mit einem eigenständigen Konzept fort und demonstriert dabei, dass Capcom inzwischen souverän genug ist, alte Stärken mit frischen Ideen zu verbinden, ohne dabei die Essenz zu verlieren, die die Serie so unvergesslich gemacht hat.
Habt ihr Resident Evil Requiem bereits gespielt, und welche der beiden Kampagnen hat euch mehr begeistert? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

