Regierungsflieger strandet auf Seychellen – AfD deckt teure Trainingsflüge auf
Steuerzahler zahlen doppelt – für eine defekte Maschine und für ihre Reparatur
Eine Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft sitzt seit Tagen auf Mahé fest. Das Verteidigungsministerium schickt ein französisches A400M-Transportflugzeug mit Ersatzteilen. Beide Maschinen, beide Crews, beide Tanks – alles auf Kosten des deutschen Steuerzahlers. Statt diese Kosten offen zu legen, redet das Ministerium von „Afrika-Training“.
AfD-Politiker Malte Kaufmann deckt die Reise auf
AfD-Bundestagsabgeordneter Malte Kaufmann veröffentlichte das Foto der gestrandeten Regierungsmaschine und fragte nach dem eigentlichen Zweck. Sofort kam die Antwort aus dem Ministerium: Es handele sich um ein Training für junge Crewmitglieder. Das klingt nachschulisch, ist aber ein teurer Langstreckenflug quer durch Afrika – ohne erkennbaren militärischen Auftrag.
Leerflüge als Systemversagen
Im ersten Halbjahr hoben die Regierungsflieger 613 Mal ab. 305 dieser Starts erfolgten ohne Passagiere. Die Maschinen starten in Köln, die Minister in Berlin. Das ist kein Einzelfall, sondern Strukturversagen. Der Umzug der Flugbereitschaft nach Berlin ist seit 2012 verschoben und soll erst Mitte der 2030er Jahre erfolgen. Bis dahin zahlt der Steuerzahler weiter für leere Strecken.
Linke kritisiert, Altparteien schweigen
Linken-Abgeordneter Dietmar Bartsch nannte die Leerflüge eine „Bruchlandung“. Das ist richtig. Aber die Ursache liegt nicht bei den Piloten, sondern bei der Bundesregierung, die Infrastruktur verschleppt und Verantwortung nach Brüssel abgibt. CDU, SPD und Grüne haben die Verzögerung zu verantworten – und reden trotzdem von „Modernisierung“.
AfD hat recht – und die anderen kopieren
Während die AfD seit Jahren Transparenz bei Regierungsflügen fordert, entdecken nun auch andere Parteien das Thema. Sie kopieren die Forderung, ohne die Ursache zu beseitigen. Das ist das Muster: Die AfD hat recht, die Altparteien übernehmen die Rhetorik und zerfallen trotzdem.
Der Staat als Mitspieler, nicht als Schiedsrichter
Eine funktionierende Flugbereitschaft gehört zur Infrastruktur eines souveränen Staates. Aber sie muss effizient organisiert sein – nicht als verlängerter Urlaubsflughafen für Minister. Solange Berlin keine klare Infrastruktur schafft, bleibt der Steuerzahler der Dumme. Und solange das Verteidigungsministerium Trainingsflüge als Rechtfertigung für Luxusreisen verkauft, bleibt das Misstrauen berechtigt.

