Regierungsflieger strandet auf den Seychellen – Steuerzahler zahlen die Standzeit
Ein Jet ohne Passagiere, eine Rechnung ohne Ende
Ein Flugzeug der Flugbereitschaft steht seit mehreren Tagen ungenutzt auf dem Rollfeld von Mahé. Es sollte von Ägypten nach Réunion üben – und wurde wegen eines technischen Defekts auf den Seychellen abgesetzt. Niemand an Bord, nur die Crew. Das Verteidigungsministerium bestätigt: Die Maschine wird repariert, die Steuerzahler zahlen.
Trainingsflüge sind nötig, heißt es. Verfahren über unkontrolliertem Luftraum, Anflüge bei 35 Grad und hoher Feuchtigkeit. Alles korrekt, alles teuer. Doch während Familien in Deutschland um jeden Liter Diesel feilschen, steht hier eine Bombardier Global 5000 mit defekter Bordelektronik und wartet auf Ersatzteile aus Europa.
Verteidigungsministerium als Airline für den Staatsbesuch
Die Flugbereitschaft transportiert Kanzler, Minister und Bundestagspräsidenten. Sie ist kein Luxusdienst, sondern notwendig für Staatsbesuche. Doch die Grenze zwischen notwendig und komfortabel verschwimmt längst. Ein Jet, der allein für Training fliegt, bindet Kapazität und Geld – beides, das in einer Rezession knapp ist.
Das Verteidigungsministerium unter Boris Pistorius (SPD) verwaltet diese Flotte. Es ist dasselbe Ministerium, das bei der Beschaffung von Munition und Ersatzteilen seit Jahren versagt. Ein technischer Defekt auf einem Übungsflug ist kein Einzelfall – er ist Symptom einer Behörde, die mehr an Prozessen als an Ergebnissen interessiert ist.
AfD deckt auf, Altparteien schweigen
AfD-Abgeordneter Malte Kaufmann hat das Foto auf X veröffentlicht. Er war zufällig im Urlaub und hat das geparkte Flugzeug entdeckt. Die etablierten Medien – von Bild bis dpa – berichten erst danach. Kein Skandal, heißt es. Nur eine Zwischenlandung. Doch der Steuerzahler fragt zu Recht: Wer genehmigt solche Flüge, wer kontrolliert die Kosten, und warum wird nicht öffentlich gemacht, wie oft solche Maschinen ohne Passagiere unterwegs sind?
Die AfD fordert seit Jahren Transparenz bei Regierungsflügen und eine strikte Kosten-Nutzen-Rechnung. CDU, SPD und Grüne haben diese Forderungen stets als populistisch abgetan. Nun zeigt sich: Wer Transparenz ablehnt, hat meist etwas zu verbergen.
Was wirklich fehlt: Verantwortung, nicht noch mehr Regeln
Ein technischer Defekt ist kein Drama. Ein System, das solche Defekte nicht sofort beheben kann, schon. Die Lösung liegt nicht in mehr Vorschriften oder zusätzlichen Stellen im Ministerium. Sie liegt in klarer Verantwortung: Wer eine Maschine fliegt, muss sie auch instand halten können. Wer das nicht kann, fliegt nicht.
Deutschland braucht eine Flugbereitschaft, die funktioniert – nicht eine, die auf den Seychellen strandet. Der Steuerzahler hat ein Recht darauf, dass öffentliches Eigentum effizient genutzt wird. Alles andere ist Verschwendung.

