Berlin (dpa) - Hunderttausende Kunden des insolventen deutschen Reisekonzerns Thomas Cook können hoffen: Die Bundesregierung will betroffenen Pauschalurlaubern mit Steuergeld finanziell unter die Arme greifen. «Die Differenz zwischen dem, was von der Kundenversicherung erstattet wird und dem, was ...

Kommentare

(9) alay · 11. Dezember 2019
@8. Wer gibt diesem Staat das Recht, mein Steuergeld (für die Allgemeinheit bestimmt) einem privatwirtschaftlichen Unternehmen zukommen zu lassen? Auch wenn es den Bürgern zugute kommt, die in diese Misere geraten, die sie nicht selbst verschuldet haben. Wenn ich mit meinem Unternehmen durch Misswirtschaft in die Insolvenz schlittere, kann ich auch nicht bei Vater Staat anklopfen.
(8) thrasea · 11. Dezember 2019
@7 Der Reiseveranstalter hat entsprechend der gesetzlichen Vorgaben gehandelt. Das Versäumnis liegt beim Staat bzw. der Bundesregierung, weil die Vorgabe einer EU-Richtlinie (für ausreichend Insolvenzschutz zu sorgen) nicht in nationales Recht umgesetzt wurde. Damit muss der Staat auch haften. Und wenn du schon mit dem oft bemühten Kleinen Mann argumentierst: Genau dem wird doch jetzt auch geholfen.
(7) alay · 11. Dezember 2019
Mir erschliesst sich der ganze Sinn dieser Sache nicht. Wieso muss ein Staat & somit der Steuerzahler für Versäumnisse (Insolvenz) eines privatwirtschaftlichen Unternehmens haften? Bei den grossen Banken wurde auch immer "too big to fail" propagiert & der kleine Mann musste mit seinen Steuergeldern in die Bresche springen. Aber bei einer Reisegesellschaft? Meiner Meinung sollte dies die Versicherungsgesellschaft in vollem Umfang abdecken (ggfs. mit höheren Prämien), u.a. auch mit Rückversicherer
(6) DocTrax · 11. Dezember 2019
"Urlaub auf Staatskosten" hatte früher eine andere Bedeutung. :D
(5) Han.Scha · 11. Dezember 2019
@3. Danke für deine Hilfeversuch. Aber diese Reise liegt schon etwas zurück und damals gab es noch keinen Reisesicherungsschein. Ich habe jedoch vom Insolvenzverwalter einen (bis jetzt nicht vollstreckbaren) Pfändungstitel erhalten. Mein Beitrag war auch mehr ironisch gemeint. Echte Hoffnungen auf eine Zahlung der Bundesregierung an mich mache ich mir nicht.
(4) Sternensammler · 11. Dezember 2019
Wäre skandalös wenn da tatsächlich Geld der Allgemeinheit fließt. Zumal dann gem. Insolvenzrecht sämtliche Gläubiger gleichermaßen zu bedienen wären. Ergo es ginge niemand pleite. Streng genommen gäbe es dann nie wieder Insolvenzen :-)
(3) thrasea · 11. Dezember 2019
@1 Wenn du eine Pauschalreisen gebucht hast, hast du einen Reisesicherungsschein erhalten. Bei der dort angegebenen Versicherung musst du deine Ansprüche geltend machen, nicht beim pleite gegangenen Reisebüro. @2 Inwiefern naiv?
(2) commerz · 11. Dezember 2019
bin überrascht, wie könnte ich bloß so naiv sein
(1) Han.Scha · 11. Dezember 2019
Ich habe mit meinem örtlichen Reiseveranstalter auch eine Pleite erlebt und musste den Rückflug selbst organisieren und bezahlen. Mein Titel konnte mangels Masse bisher nicht vollstreckt werden. Hilft die Bundesregierung jetzt auch mir? Im GG steht doch etwas von Gleichbehandlung aller Menschen oder so!?
 
DAX
DowJones
TecDAX
NASDAQ

Chart
Intraday
1 Woche
3 Monate
1 Jahr