QIX Dividenden Europa: Warum Münchener Rücks jüngstes Zahlenwerk Analysten begeistert und Vodafone mit einer Bundeskartellamts-Prüfung rechnen muss

Auch ohne größere Vorgaben der Wall Street gibt der Index damit bis zum Nachmittag leicht auf 9.905 Punkte nach. Münchener Rück erreicht trotz jüngster Naturkatastrophen ihr Gewinnziel für dieses Jahr und treibt Umbau der ERGO-Tochter voran. Bundeskartellamt kündigt Überprüfung des Unitymedia-Kaufs durch Vodafone an und muss darüber bis Ende November entscheiden.

Nach den jüngsten Kurszuwächsen präsentiert sich heute die Aktie der Münchener Rück im Dividenden-Index erneut leicht im Plus bei 192,40 Euro. Die französische Großbank Societe Generale hat die Einstufung für die Aktie nach Quartalszahlen auf "Buy" mit dem Kursziel von 215 Euro bestätigt. Der Rückversicherer habe die Schätzungen für das operative Ergebnis und den Nettogewinn übertroffen, schrieben die Analysten in einer Studie. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote sei in allen 3 Segmenten (P&C RE, Ergo Germany, Ergo International) besser, Ergo habe sie aber vor allem wegen eines Sondereffekts übertroffen.

Die Münchener Rück hatte am Mittwoch ihre Zahlen für das 3.Quartal vorgelegt. Dabei fiel der Konzerngewinn mit 2,04 Mrd. Euro nach 9 Monaten durchweg gut aus. Im Vorjahr stand hier noch ein Verlust von 146 Mio. Euro. Die deutlich geringeren Schäden aufgrund von Naturkatastrophen waren hierfür entscheidend. Zudem hat der Rückversicherer die Prognose der Erstversicherungstochter ERGO für das Gesamtjahr auf 350 Mio. Euro angehoben. Bisher sollte die Spanne von 250 bis 300 Mio. erreicht werden. Grund dafür ist der Bereich Leben/Gesundheit, der von einem Einmaleffekt profitierte, da man nun bei der Gewinnverwendung von veränderten Annahmen ausgeht. Insgesamt zeigt aber die Tendenz bei der Münchener Rück-Tochter nach den Rückschlägen der vergangenen Jahre wieder eindeutig nach oben. Allein im 3.Quartal erwirtschaftete ERGO einen Gewinn von 173 Mio. Euro, vor einem Jahr standen an dieser Stelle lediglich 29 Mio. Euro.

Dank dieser Entwicklung und der weiterhin schadensarmen Jahreszeit peilt die Münchener Rück für das Gesamtjahr weiterhin ein Konzernergebnis in die Spanne von 2,1 bis 2,5 Mrd. Euro an. Dabei weisen die Münchener nach wie vor eine exzellente Kapitalausstattung auf und zahlen eine im Branchenvergleich hohe Dividende. Aber nicht nur die hohe Rendite von derzeit 4,5% ist überzeugend, sondern auch die entsprechende Kontinuität. Schließlich hat das Management seit 2007 die Ausschüttung beständig von 5,50 Euro auf zuletzt 8,60 Euro erhöht. Die Aktionäre der Gesellschaft kamen währenddessen in den Genuss einer Rendite von durchschnittlich 5,0%. Für 2018 wird derweil mit einer Anhebung der Dividende auf 9,15 Euro gerechnet. Dazu läuft noch das beschlossene Aktienrückkaufprogramm, sich im laufenden Jahr auf knapp eine Mrd. Euro summiert.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein. Mehr Infos darüber finden Sie hier:

https://qix.capital/qualitaetsindizes/DE000SLA3LM9

Angesichts der zuletzt gezeigten Erholung notiert heute im Dividenden-Index die Aktie der Vodafone Group wieder im Minus bei 1,67 Euro. Die von dem britischen Mobilfunkanbieter geplante und 18,4 Mrd. Euro schwere Übernahme von Unitymedia sowie weiterer Osteuropa-Aktivitäten des US-Kabelnetzbetreibers Liberty Global könnte sich weiter verzögern. Wie gestern bekannt wurde, will das Bundeskartellamt die Prüfung der angekündigten Transaktionen an sich ziehen. Im Einvernehmen mit dem Bundeswirtschaftsministerium sei ein Antrag auf Verweisung des Fusionsfalls von der EU-Kommission zum Bundeskartellamt gestellt worden, teilte die Bonner Behörde mit. Da sich dieser Zusammenschluss auch auf Märkte in Deutschland auswirke. Hier könnte die Übernahme von Unitymedia zu ganz erheblichen Veränderungen der Marktverhältnisse im Bereich des Kabelfernsehens und der Telekommunikation führen, begründete der Kartellamtspräsident die Entscheidung. Generell sieht die europäische Fusionskontrollverordnung vor, dass ein Verfahren unter bestimmten Bedingungen an einen oder mehrere Mitgliedstaaten verwiesen werden kann. Derweil hat sich die EU-Wettbewerbsbehörde bei den Vodafone-Plänen eine Frist bis zum 27. November gesetzt, um den Deal zu überprüfen. Gerade aber der Kauf von Unitymedia würde für Vodafone erheblichen Mehrwert bedeuten, denn der deutschen Kabelnetzbetreiber ist nur in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg aktiv. Und genau diese 3 Bundesländer sind für den Mobilfunkkonzern bislang noch weiße Flecken bei schnellen Festnetz- und Internetangeboten für Kunden über Kabel. Sollte also die geplante Übernahme von den Behörden genehmigt werden, so würde Vodafone vor allem gegenüber der Deutschen Telekom seine Marktposition deutlich stärken.

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Marktberichte
[finanzen.net] · 09.11.2018 · 14:39 Uhr
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