20% Aktion

QIX Dividenden Europa: Scottish and Southern Energy stellt britisches Gasgeschäft zum Verkauf

SSE verdient nach 2018er Einbruch aufgrund der Sommerhitze im Strom- und Gasgeschäfte wieder Geld und bestätigt Dividendenpläne bis 2023. Monopolkommission will Deutscher Post im kommenden Jahr für Briefsendungen nur noch eine Fünf-Tage-Zustellpflicht pro Woche empfehlen.

Nach dem zuletzt gezeigten Jahreshoch verzeichnet heute im Dividenden-Index die Aktie von Scottish and Southern Energy (SSE) erneut leichte Kursgewinne und steht damit bei 15,45 Euro. Bei dem britischen Energieversorger haben sich die Strom- und Gasgeschäfte nach dem Einbruch im letzten Jahr aufgrund der Sommerhitze wieder erholt. Dabei zog das operative Ergebnis im ersten Halbjahr, das am 30.09. endete, wieder auf 129 Mio. GBP (152 Mio. Euro) an, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 285 Mio. GBP angefallen war. In Anbetracht der seit 1.Januar geltenden Preisobergrenzen, die die Regulierungsbehörde für Großbritannien festgelegt hatte, und des starken Wettbewerbs, lagen die Erlöse von SSE aber mit 3,05 Mrd. GBP (3,6 Mrd. Euro) unter dem Vorjahreswert von 3,32 Mrd. GBP. Zudem hob das Management trotz schwieriger Marktbedingungen nicht nur den Jahresausblick leicht an, sondern bekräftigte auch die für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 geplante Ausschüttung von 0,80 GBP sowie die bisherigen Dividendenpläne bis 2023. Vor allem mit der strategischen Fokussierung auf das hochprofitable Erneuerbaren Energien-Geschäft will die Konzernführung SSE unabhängiger vom immer volatiler werdenden britischen Energiemarkt machen. Dazu passt auch die jüngste Ankündigung Teile der Energy Service-Sparte, zu der unter anderem auch das zuletzt enttäuschende Gasgeschäft gehört, zügig verkaufen zu wollen. Hinsichtlich der geplanten Gewinnbeteiligung von 0,80 GBP (0,94 Euro) bleibt das Unternehmen aber generell eines der aktionärsfreundlichsten überhaupt. Auch wenn damit die 20jährige Dividenden-Erhöhungsserie erstmals unterbrochen wird. Die SSE-Aktie wäre aber dennoch mit 6,1% Rendite weiterhin ein Topwert im Index.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Im heutigen Marktumfeld legt im Dividenden-Index auch die Aktie der Deutschen Post deutlicher zu und notiert damit aktuell bei 33,70 Euro. Der Logistikdienstleister und auch die Aktionäre könnten möglicherweise von einer Lockerung bei den gesetzlichen Vorgaben für die Brieflaufzeiten profitieren. Denn aus Sicht der Monopolkommission sollte das Unternehmen montags keine Briefe mehr zustellen müssen. Eine entsprechende Empfehlung für Pflichten sogenannter Universaldienstleister enthält ein Gutachten des Expertengremiums, das am Dienstag in Bonn vorgestellt wurde. Das mögliche Ende der Montags-Zustellpflicht wäre für die Deutsche Post immerhin eine außerordentliche Entlastung. Gegenwärtig muss das Unternehmen von den an einem Werktag eingelieferten Briefen im Jahresdurchschnitt mindestens 80% am nächsten Werktag und 95% bis zum zweiten Werktag zustellen. Die Wettbewerbsbehörde begründete ihre Aussage vor allem mit dem Verweis auf die Handhabung in anderen EU-Staaten, wo es nur eine Fünf-Tage-Zustellpflicht pro Woche gibt. Zudem könnten durch solch eine Entlastung der Deutschen Post die Preise für Verbraucher auf längere Sicht sinken, hieß es weiter. Ob ein Brief ein, zwei oder drei Tage unterwegs sei, spiele im digitalen Zeitalter ohnehin kaum noch eine Rolle.

Allerdings monierte das Expertengremium auch die weiterhin marktbeherrschende Stellung der Deutschen Post als Briefdienstleister. Dabei hatte der Logistiker erst im Juli die Portopreise für den Standardbrief um 0,10 Euro auf 0,80 Euro sehr zum Unmut von Wettbewerbern und Kunden erhöht. Vor allem konkurrierende Paketdienste erklärten, dass die Bonner dadurch mehr Geld zur Verfügung hätten, das sie in ihre Paketsparte investieren würden. Das verhindere aus ihrer Sicht einen fairen Wettbewerb. Wie viel Geld die Portoerhöhung der Deutschen Post allerdings jährlich wirklich bringt, ist noch unklar. Schätzungen zufolge dürfte es ein Betrag im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich sein.

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Marktberichte
[finanzen.net] · 04.12.2019 · 14:40 Uhr
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