QIX Dividenden Europa: Q3-Gewinne der Deutschen Börse sprudeln um 30%

Deutsche Börse profitiert von Juli bis September von den Turbulenzen am Strommarkt und will die 2021er Erlöse weiterhin um gut 10% steigern. Danone kündigt wegen steigender Kosten Preiserhöhungen auf breiter Front an, die Aktie bietet inzwischen auch wieder eine Dividendenrendite von 3,5%.

Am Donnerstag legt im Dividenden-Index angesichts solider Quartalszahlen die Aktie der Deutschen Börse leicht zu, und notiert damit aktuell bei 146,05 Euro. Dabei hatte der Börsenplatzbetreiber gestern gute Finanz- und Abwicklungsgeschäfte für das 3.Quartal vermeldet, und diesbezüglich auch von den Turbulenzen am Strommarkt profitiert. Dem Unternehmen spielten zudem auch die zuletzt getätigten Übernahmen in die Hände. Letztlich legten die Erlöse in den Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorjahr kräftig um 18% auf 838 Mio. Euro zu, dennoch spiegelte sich dies kaum im Aktienkurs wider. Denn der Anstieg ging vor allem auf das von der Deutschen Börse mit Zukäufen ausgebaute Geschäft außerhalb der schwankungsanfälligen Aktienmärkte zurück. Außerdem führte der jüngst enorme Preisanstieg für Gas und Strom an der Leipziger Strombörse EEX zu hohen Handelsvolumen. Dort zog der Umsatz folglich auch um 17% auf 78 Mio. Euro an. Deutlich zulegen konnte auch der Fondsvertrieb. Hier führten eine Übernahme und organisches Wachstum zu einem Erlösplus von 55% auf 85 Mi0. Euro. Hierdurch wurden letztlich die bei der Deutschen Börse im letzten Quartal stagnierenden Gebühreneinnahmen aus dem Börsenhandel und der Absicherung von Risiken, die insbesondere über die Derivatetochter Eurex generiert werden, mehr als kompensiert. Am Ende stand bei dem Finanzdienstleister ein Nettogewinn von 300 Mio. Euro in den Büchern, und damit rund ein Drittel mehr als vor einem Jahr.

Zudem wurden vom Management die Prognosen für das laufende Jahr sowie die mittelfristigen Ziele erwartungsgemäß bekräftigt. Demnach soll der Umsatz der Deutschen Börse bis Ende Dezember auf rund 3,5 Mrd. Euro ansteigen, was einem Plus von 10% entsprechen würde. Bis 2023 sollen die Erlöse dann auf rund 4,3 Mrd. Euro klettern. Erreicht werden soll das auch durch weitere Zukäufe. Mit diesen will sich der Börsenbetreiber breiter aufstellen, und unabhängiger von den Schwankungen an den Aktien- und Derivatemärkten sowie der Entwicklung der Geldpolitik und den niedrigen Zinsen werden. Die Deutsche Börse gilt seit Jahren aufgrund von verlässlichen Cashflows auch als Dividendengarant. Und steigende Gewinne lassen künftig auch wiederhin eine etwas höhere Ausschüttung zu. Von 2015 bis zuletzt kletterte die Dividende des Unternehmens jedenfalls von 2,25 Euro auf 3,00 Euro, und bietet allen Anlegern derzeit solide 2,1% Rendite.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Am Donnerstag ist im Dividenden-Index dagegen die Aktie von Danone einer der größten Verlierer und gibt um 1,1% auf 56,05 Euro nach. Der Grund für den aktuellen Abgabedruck, liegt in der gestrigen Meldung, das die gegenwärtige Kostenexplosion in vielen Bereichen, dem französischem Lebensmittelproduzenten, der vor allem für seine Milch- und Joghurtartikel sowie Getränke und Gebäck bekannt ist, die Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Ein Ende des weltweiten Preisdrucks sieht das Management jedenfalls derzeit zunächst nicht, was letztlich auch die Käufer von Premium-Marken wie Evian und Actimel demnächst zu spüren bekommen werden. Denn am Mittwoch kündigte Danone Preiserhöhungen auf breiter Front an. Höhere Rohstoffbeschaffungs- und Logistikkosten belasteten schon im 2.Quartal die operative Profitabilität des Unternehmens, und eine weitere Anspannung der Situation ist offenbar zu erwarten. So geht der Vorstand für die 2.Jahreshälfte davon aus, dass allein die Preise für Rohmaterialien wie etwa Milch oder auch Verpackung weiter anziehen dürften. Auch höhere Energiekosten dürften das Lebensmittelgeschäft des Unternehmens insgesamt stärker belasten, als bislang geplant. Die Franzosen wollen neben der geplanten Erhöhung der Verkaufspreise zunächst aber den Fokus noch stärker auf die Produktivität legen.

Dabei setzt Danone für 2021 weiterhin auf eine Rückkehr zu profitablem Wachstum, insbesondere im letzten Halbjahr, nachdem in den ersten 6 Monaten bedingt auch durch ein schwaches 1.Quartal niedrigere Erlöse verzeichnet wurden. Im 3.Quartal wurde der jüngste Erholungsprozess auch fortgesetzt, und die Umsätze stiegen um 5,8% auf knapp 6,2 Mrd. Euro. Und alle Bereiche trugen letztlich zu diesem Plus bei, vor allem aber das Geschäft mit Milch- sowie pflanzlichen Produkten setzte seine starke Entwicklung fort. Die wichtige Wassersparte von Danone sowie der Bereich rund um Spezialnahrung, zu dem auch Babynahrung zählt, erholten sich ebenfalls weiter. Für die Aktie des Nahrungsmittel-Herstellers ergibt sich nach dem jüngsten Kursrückgang eine wieder hochattraktive Dividendenrendite von gut 3,5%, was vor allem Investoren, die vornehmlich in Unternehmen mit Preisfestsetzungsmacht investieren, freuen dürfte.

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

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[finanzen.net] · 21.10.2021 · 15:08 Uhr
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