QIX Dividenden Europa: Diese Pläne treiben Iberdrola als auch Fortum auf Jahreshochs

Einer der heutigen Favoriten im Dividenden-Index ist die Iberdrola-Aktie. Aktuell legt sie um 1,0% auf 7,67 Euro zu, und erreicht damit fast ein neues Mehrjahreshoch. Der Energieversorger bleibt dank seines robusten Geschäfts rund um Erneuerbare Energien weiterhin in Fahrt. Dabei waren die jüngsten Q4-Zahlen erneut deutlich besser ausgefallen, als erwartet. Zumal Iberdrola abermals in allen Bereichen und Regionen zulegen konnte. Auch das organische Ergebniswachstum (EBITDA) hatte sich mit einem Plus von 40% gegenüber den Vorquartalen nochmals beschleunigt. Und auch die Ergebnisziele für 2018 hatte Spaniens größter Stromerzeuger erfüllt. Letztlich kletterte der operative Gewinn im Jahresvergleich um rund 28% auf 9,3 Mrd. Euro. Allein die brasilianische Tochter Neoenergia trug nach dem Zusammenschluss mit dem Energieunternehmen Elektro rund 570 Mio. Euro dazu bei. An dem fusionierten Unternehmen hält Iberdrola seit über einem Jahr insgesamt 52% der Anteile.

Auch die vom Management in Aussicht gestellte Gesamtdividende für das abgelaufene Geschäftsjahr lag mit 0,351 Euro über den Analystenschätzungen. Im Schnitt war hier nur mit 0,335 Euro gerechnet worden. Von der Konzernführung selbst wurde zugleich auch die künftige Ausschüttungspolitik teilweise optimistischer formuliert. So könnte Iberdrola ab 2022 seinen Aktionären sogar mindestens 0,40 Euro an Dividende zukommen lassen. Dabei bewegte sich die Gewinnbeteiligung im Verlauf der letzten 10 Jahre nur zwischen 0,28 und 0,33 Euro. Der Ergebnis-Ausblick für 2019, der beim EBITDA und Nettogewinn einen Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich vorsieht, steht damit letztlich im Einklang mit der Mittelfristprognose. Für die Aktie des Energieunternehmens jedenfalls ergibt sich ungeachtet weiterer Rekordkurse neben dem KGV von 15 nach wie vor auch eine stattliche Kapitalrendite von 4,6%.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Leichte Zugewinne verzeichnet heute im Dividenden-Index auch die Fortum-Aktie. Aktuell klettert sie dabei auf 20,15 Euro. Der finnische Energiekonzern will bei den geplanten Gesprächen mit Uniper über eine strategische und operative Zusammenarbeit keine Tabus auslassen. Beide Seiten seien sich einig, dass es kein vorgegebenes Ergebnis der Gespräche geben werde, sagte dabei der Vorstand des Düsseldorfer Konzerns bei der der Bilanzvorlage in der vergangenen Woche. Jeder von uns hat eine andere Vorstellung davon, wie die Beziehung aussehen könnte. Schon zuvor sagte der Finanzchef von Uniper, dass alles "ergebnisoffen" diskutiert werde. Im August des vergangenen Jahr hatte Fortum den Aktienanteil von Eon in Höhe von 46,65% übernommen und hält aktuell knapp unter 50%.

Das Management von Uniper hatte sich aber lange gegen die Übernahme gewehrt, den Widerstand dann jedoch zuletzt aufgegeben. Doch aus den Ankündigungen, mit den Finnen verschiedene Möglichkeiten für eine Kooperation zu prüfen, wurde bis heute nichts. Der Vorstand von Fortum hatte sich daraufhin sogar mehrfach frustriert über die fehlende Bereitschaft gezeigt.

Anfang Februar hatte der Aufsichtsrat von Uniper dann im schwelenden Konflikt mit dem finnischen Großaktionär das Heft in die Hand genommen und einen Neuanfang angekündigt. Dabei will sich Uniper von dem derzeitigen Chef und dem Finanzvorstand trennen, beide werden den Konzern im Sommer verlassen. Einer der Kernpunkte des Streits ist weiterhin die russische "Giftpille", die eine vollständige Übernahme durch Fortum derzeit unmöglich macht. Die russischen Behörden hatten bei der Genehmigung die Auflage verhängt, dass der finnische Konzern nicht mehr als 50% von Uniper übernehmen darf. Letztlich geht es dabei um das Wasseraufbereitungs-Geschäft von Uniper, das Russland als "strategisch" wichtig einstuft. Zwischenzeitich hatte der Fortums-Chef sogar den Vorwurf erhoben, das Uniper-Management hätte in Russland aktiv gegen den Übernahmedeal mit Eon gearbeitet.

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

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[finanzen.net] · 15.03.2019 · 14:26 Uhr
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