QIX Deutschland: Diese 2 Nachrichten machen die Aktionäre der Deutschen Post und Talanx ausgesprochen glücklich

Bundesnetzagentur will Deutscher Post offenbar für Sommer höheres Briefporto und damit bessere Umsatzrendite bewilligen. Talanx plant seine Dividende nach vorläufigen Zahlen und Gewinnzielerreichung für 2018 leicht anzuheben.

Angesichts positiver Nachrichten ist heute im Qualitäts-Index die Aktie der Deutschen Post einer der Tagesfavoriten. Dabei klettert das Papier um 2,5% auf 25,90 Euro. Der Logistikkonzern soll einem Zeitungsbericht zufolge sein Briefporto erst im Sommer statt im April erhöhen dürfen, dann aber womöglich stärker als bislang erwartet. Dies berichtete am Wochenende die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Entwurf zur Änderung der Post-Entgeltregulierungsverordnung des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Deutsche Post indes hatte bis zuletzt eine Erhöhung des Briefportos zum 1.April in Aussicht gestellt. Erst Mitte Januar teilten die Bonner mit, dass die Bundesnetzagentur beabsichtige dem Unternehmen einen Preiserhöhungsspielraum von 4,8% einzuräumen. Laut Analysten hätte das eine Anhebung des Portos für einen Standardbrief von 70 auf 80 Cent nach sich gezogen. Dem Zeitungsbericht zufolge gesteht das Ministerium der Deutschen Post nun aber eine insgesamt höhere Umsatzrendite zu. Außerdem werde der bisher gebräuchliche europäische Vergleichsmaßstab zugunsten des Logistikdienstleisters angepasst. Und durch die neuen Vorgaben werde die Bundesnetzagentur, welche die Portoanträge der Deutschen Post genehmigen muss, gezwungen, einen größeren Erhöhungsspielraum einzuräumen. Aus der Branche hieß es demnach, es sei eine Anhebung in Richtung 85 bis sogar 90 Cent denkbar. Die neuen Portopreise wären dann auch voraussichtlich 3 Jahre für das Unternehmen bindend.

Derweil wird die Aktie der Deutschen Post auch nach der jüngsten Erholung nur mit einem niedrigen KGV von 10 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,7 bewertet. Damit ist sie vor allem im Branchenvergleich äußerst attraktiv. Und dank der zuletzt ausgeschütteten Gewinnbeteiligung ergibt sich inzwischen sogar eine üppige Kapitalrendite von 4,3%. Zudem ist der Konzern über die Jahre hinweg nicht nur im Kerngeschäft stabil gewachsen, auch die Bilanzkennzahlen waren insgesamt sehr solide. Besonders die derzeit starke Eigenkapitalrendite von 24% sticht hierbei hervor. Damit entspricht die Aktie wichtigen Aufnahmekriterien für eine Notierung im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Ein weiterer Gewinner im Qualitäts-Index ist heute zudem die Talanx-Aktie. Aktuell klettert sie dabei um 1,9% auf 33,10 Euro. Der Versicherungskonzern hatte erst am Donnerstag vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt und dabei seinen Aktionären Hoffnung auf eine etwas höhere Gewinnausschüttung gemacht. Eine Dividendenzahlung für 2018 mindestens auf Vorjahreshöhe ist aus heutiger Sicht gewährleistet, teilte der Vorstand von Talanx letztlich mit. Analysten rechnen derweil mit einer Dividende von 1,43 Euro nach 1,40 Euro für 2017. Immerhin verdiente die Versicherungsholding im vergangenen Jahr mit 703 Mio. Euro knapp 5% mehr als im Jahr zuvor. Das Ergebnis entspricht damit auch dem vom Management im Oktober veröffentlichten Ausblick von rund 700 Mio. Euro. Zudem legte der operative Gewinn (EBIT) von Talanx um 12% auf 2 Mrd. Euro zu. Bei den Bruttoprämien wurde darüber hinaus ein Plus von 5,5% auf 34,9 Mrd. Euro verzeichnet. Dabei entwickelte sich sowohl das Privat- als auch Firmenkundengeschäft gut.

Unternehmensangaben zufolge kommt auch der Umbau des Industriegeschäfts, das zuletzt oft nicht profitabel war, voran. Bis Ende 2019 seien rund 87% der bis 2020 angestrebten Prämiensteigerungen realisiert worden, hieß es. Für das laufende Jahr rechnet Talanx zugleich mit einem ausgeglichenen versicherungstechnischen Ergebnis der Industrieversicherungssparte. Die Aktie des Versicherers weist dabei trotz jüngstem Kursanstieg weiterhin eine beträchtliche Unterbewertung auf. Während zurzeit das KGV nur bei 10 liegt, ergibt sich auch ein niedriges Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,3. Außerdem ist die Dividendenrendite mit derzeit 4,2% überdurchschnittlich attraktiv.

Wenn Sie den QIX nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Deutschland von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Deutschland. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Marktberichte
[finanzen.net] · 11.02.2019 · 14:32 Uhr
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