QIX Deutschland: BMW stemmt sich mit erneut robusten Absatzzahlen gegen laufende Handelskonflikte

BMW profitiert auch im August von steigenden Auslieferungszahlen trotz bestehender Handelszölle. Henkel will sich mit neuem Forschungszentrum von seinen Wettbewerbern im Klebstoffgeschäft abheben und die Entwicklung besser vernetzen.

Bereits gestern konnte die BMW-Aktie im Qualitäts-Index deutlich zulegen. Und auch heute zählt sie wieder mit zu den Gewinnern und verzeichnet dabei ein leichtes Plus auf 82,75 Euro. Die Kursgewinne vom Donnerstag führten Analysten auf die von den USA vorgeschlagenen neuen Gespräche mit China über die Handelsbeziehungen zurück. Aber auch operativ läuft es für den Münchner Autobauer erfreulich. So konnte BMW im zurückliegenden Monat beim Absatz erneut zulegen und verkürzte damit den Rückstand zum Rivalen Mercedes-Benz. Im August sei die Zahl der verkauften Autos der Marke BMW um 3,2% auf 151.633 gestiegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Daimler-Tochter Mercedes-Benz musste dagegen im August einen stärkeren Absatzeinbruch von 8,5% auf knapp 156.000 Fahrzeuge hinnehmen. Auf Jahressicht konnte BMW seinen Absatz damit in den ersten 8 Monaten um 2% auf insgesamt 1,365 Mio. steigern. Auch gegenüber den Unsicherheiten durch die laufenden internationalen Handelskonflikte zeigte sich der Konzern mit seinen jüngsten Geschäftszahlen relativ stabil. Dabei konnte BMW im zweiten Quartal die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr um immerhin 1,4% auf 0,54 Mio. Fahrzeuge erhöhen. Der Umsatz war jedoch auf 25,0 Mrd. Euro und damit um 2,9% gefallen. Bereinigt um Währungseffekte lag er aber in etwa auf Vorjahresniveau. Für 2018 erwartet der Premium-Hersteller weiterhin einen leichten Anstieg bei Absatz und Erlösen. Die operative Marge in der Automobil- und Motorradsparte soll dabei den vorgegebenen Zielkorridor von 8 bis 10% erreichen.

Selbst nach dem jüngsten Kursanstieg wird die BMW-Aktie derzeit nur mit überwiegend niedrigen Bewertungskennzahlen gehandelt. Dabei liegt das geschätzte KGV für 2019 weiterhin bei unter 7 und auch das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist mit 0,6 ausgesprochen günstig. Operativ erzielt der Autobauer dazu eine überdurchschnittlich hohe Eigenkapitalrendite von 16%, die EBIT-Marge lag zuletzt bei 10%. Auch dank der letzten Dividendenerhöhung bietet die Aktie darüber hinaus eine stattliche Kapitalrendite von 4,8% und gehört damit zu den attraktivsten Dividendenzahlern im Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Ein leichtes Minus zeigt dagegen heute im Qualitäts-Index die Henkel-Aktie. Aktuell notiert sie damit bei 106,80 Euro. Der Düsseldorfer Konzern hat angekündigt sein profitables Geschäft mit Klebstoffen weiter stärken zu wollen. Wir haben etwas Großes hier vor, sagte der Vorstandschef in dieser Woche auf einer Pressekonferenz. Wir werden 130 Mio. Euro in ein neues globales Innovationszentrum für die Klebstoff-Sparte in Düsseldorf investieren, verkündete er. Damit will das Unternehmen, das vor allem für seine Waschmittel- und Beauty-Produkte bekannt ist, seine weitestgehend profitabelste Sparte stärken. Henkel wolle sich auf diese Weise noch mehr als bisher durch Innovationen von seinen Wettbewerbern abheben, rechtfertigte der Vorstand die Großinvestition. In Düsseldorf plant er dafür mehr als ein Dutzend Einzellabors des Klebstoffbereichs im neuen Innovationszentrum zusammenzulegen. Dabei sollen künftig die 350 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung enger als bisher gemeinsam an neuen Klebstoff-Produkten für Henkel forschen.

Es gehe auch darum, dass sich die Forscher stärker mit einander vernetzen, ergänzte der Vorstand, der für die Konzernsparte zuständig ist. Außerdem solle das neue Zentrum offen sein für die Kunden aus der Flugzeug-, Auto- und Elektronikindustrie. Ein solches Kundenzentrum kombiniert mit der gesamten Bandbreite der Forschung und Entwicklung in der Sparte sei einmalig weltweit, lobte er den Neubau. Insgesamt betreibt Henkel weltweit bereits 20 Innovationszentren für verschiedene Spezialgebiete der Klebstoff-Sparte. Der Großteil des Klebstoffgeschäfts, das im vergangenen Jahr knapp die Hälfte zum Konzernumsatz von rund 20 Mrd. Euro beitrug, entfällt auf Produkte und Anwendungen für die Industrie.


Wenn Sie den QIX nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Deutschland von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Deutschland. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Marktberichte
[finanzen.net] · 14.09.2018 · 14:33 Uhr
[0 Kommentare]
 
Diese Woche
13.11.2018(Heute)
12.11.2018(Gestern)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

 
WIR BEZAHLEN DICH FÜR DEINEN BESUCH
Schon mehr als 1.000.000 Euro ausgezahlt.
0,2¢ pro Aufruf | € 1,00 pro Referral | kostenlos | mehr Infos
mit seit 1999 ×