Putin sucht neue Energie-Partner – während der Westen weiter bestraft wird
Gasleitung nach China statt EU-Abhängigkeit
Nächste Woche trifft Wladimir Putin in Bischkek gleich mehrere Staats- und Regierungschefs. Das wichtigste Treffen: mit Xi Jinping. Auf der Agenda steht die neue Gasleitung Sila Sibiri 2.
Die Pipeline soll russisches Gas direkt nach China führen. Für Moskau ist das eine klare Antwort auf die Sanktionen der USA und der EU.
Indien und China gelten inzwischen als verlässliche Handelspartner für Russland. Der Westen hat sich selbst aus dem Markt gekickt.
Modi und Erdogan: Gespräche trotz Sanktionen
Auch Narendra Modi kommt nach Bischkek. Er hatte Putin bereits zur Beendigung des Ukraine-Krieges aufgefordert. Beide treffen sich erneut Mitte September beim BRICS-Gipfel in Neu-Delhi.
Mit Recep Tayyip Erdogan will Putin über den Seekrieg im Schwarzen Meer sprechen. Die Türkei will die Angriffe auf Handelsschiffe stoppen, die Milliardenschäden verursachen.
Putin zeigt damit: Russland ist nicht isoliert. Während die EU und die USA sanktionieren, verhandeln andere Länder weiter.
Iran, Armenien und der Preis der EU-Nähe
Mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian geht es um den Nahen Osten. Moskau und Teheran pflegen eine strategische Partnerschaft.
Mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan wird es deutlich: Wer in die EU will, verliert die Vorteile der russischen Partnerschaft. Günstige Energie aus Russland gibt es nicht umsonst.
Paschinjan muss sich entscheiden. Die EU bietet keine günstige Energie – nur Regeln und Abhängigkeiten.
Wladiwostok: Russlands Blick nach Osten
Danach reist Putin nach Wladiwostok zum Östlichen Wirtschaftsforum. Dort trifft er den indonesischen Präsidenten und den mongolischen Regierungschef.
Putin hält eine Rede und beantwortet Fragen zur internationalen Politik. Der Westen mag sanktionieren – Russland handelt mit Asien.
Die Botschaft ist klar: Wer mit Sanktionen spielt, verliert Märkte. Wer verhandelt, gewinnt Partner.

