Putin kündigt Eskalation an – Moskau will jetzt direkt die ukrainische Wirtschaft treffen
Putins Eskalationssignal
Wladimir Putin hat nach den jüngsten ukrainischen Angriffen auf russische Ölraffinerien und Logistikzentren eine deutliche Antwort Moskaus angekündigt. Im ersten Interview mit dem Moskauer Staatsfernsehen seit Beginn der Attacken sprach er von einer geöffneten „Büchse der Pandora“ und einem freigelassenen „Geist aus der Flasche“. Die Gegenmaßnahmen würden nicht lange auf sich warten lassen, so der Kremlchef.
Militärische und wirtschaftliche Zielsetzung
Putin kündigte an, dass die russischen Angriffe künftig noch spürbarer und zerstörerischer ausfallen sollen. Die Ukraine habe diese Reaktion selbst provoziert, indem sie gezielt russische Wirtschaftsziele attackiert habe. Bereits in den vergangenen Wochen habe Russland verstärkt ballistische Raketen eingesetzt, die für die Ukraine kaum abzufangen seien.
Erfolgsbehauptung und Schadenseingeständnis
Der russische Präsident behauptete, der von der Ukraine mit westlicher Unterstützung verfolgte 40-Tage-Plan zur Zerstörung der russischen Wirtschaft sei gescheitert. Auch eine angeblich angestrebte Spaltung der russischen Bevölkerung sei nicht eingetreten. Zugleich räumte er ein, dass Schäden entstanden seien, diese jedoch keine Auswirkungen auf das russische Vorgehen an der Front hätten.
Neue Zielauswahl: Agrarexporte und Wirtschaftsstandorte
Nun will Russland die empfindlichsten Bereiche der ukrainischen Wirtschaft treffen. Putin nannte dabei ausdrücklich die Agrarexporte, die für den ukrainischen Staatshaushalt wesentliche Einnahmen liefern. Die Ukraine gehört zu den weltweit bedeutenden Getreideexporteuren und ist von diesen Einnahmen abhängig. Russland selbst habe nach einer guten Ernte ein großes Exportpotenzial und werde den Weltmarkt bedienen.
Friedensgespräche ausgeschlossen
Putin wies „exotische Vorschläge“ für eine Friedenslösung zurück, die über Vermittler überbracht worden seien. Ein Dialog sei nur auf Grundlage der tatsächlichen Frontsituation möglich. Damit machte er deutlich, dass er eine Verhandlungslösung derzeit nicht für realistisch hält.

