PSA-Aktie dreht ins Plus: Peugeot glänzt mit Rekordgewinn - Chef optimistisch für Fusion mit Fiat Chrysler

Der Betriebsgewinn kletterte im abgelaufenen Jahr dank Einsparungen und dem Verkauf profitablerer Fahrzeuge wie Stadtgeländewagen um sechs Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro, wie die Opel-Mutter am Mittwoch mitteilte. Die bereinigte operative Rendite sprang auf 8,5 Prozent nach 7,7 Prozent im Jahr davor. Damit hob sich der Konzern, der vor der Fusion mit dem italienisch-amerikanischen Konkurrenten Fiat Chrysler steht, abermals von manchem Rivalen ab.

Den Umsatz steigerte PSA um ein Prozent auf 74,7 Milliarden Euro, obwohl der Konzern mit Marken wie Peugeot, Citroen, DS und Opel 2019 weniger von seinen Fahrzeuge verkaufte als im Vorjahr. Die Aktionäre sollen für das abgelaufene Jahr 1,23 Euro je Aktie Dividende bekommen, 58 Prozent mehr als 2018.

Chef von Peugeot-Hersteller optimistisch für Fusion mit Fiat Chrysler

PSA ist zuversichtlich, dass die angekündigte Fusion mit dem italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler (Fiat Chrysler (FCA)) (FCA) grünes Licht von den Wettbewerbsbehörden bekommt. Bei 14 von insgesamt 24 Behörden seien die Unterlagen eingereicht worden, sagte Konzernchef Carlos Tavares am Mittwoch in Rueil-Malmaison bei Paris.

Eine Antwort gebe es bisher nicht. "Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es Probleme geben wird", sagte Tavares. Der Topmanager zeigte sich gleichzeitig offen für Gespräche mit den Aufsichtsbehörden. "Wir führen zwei Unternehmen zusammen, die gesund sind", fügte er hinzu.

Branchenexperten hatten darauf hingewiesen, dass FCA unter Führung des inzwischen gestorbenen Managers Sergio Marchionne auf große Investitionen in Elektroantriebe verzichtet habe. Derzeit ist der Konzern vor allem mit den großen Spritschluckern der Marken Jeep und Ram unterwegs.

PSA und FCA hatten Ende des vergangenen Jahres angekündigt, den viertgrößten Automobilhersteller der Welt zu schmieden. Der Zusammenschluss soll spätestens im ersten Halbjahr 2021 abgeschlossen werden.

PSA: Lage in China unter Kontrolle

Trotz der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Gesundheitskrise sieht der französische Peugeot-Hersteller PSA die Lage in China unter Kontrolle. "Alle unsere Mitarbeiter sind sicher und bei guter Gesundheit", sagte PSA-Konzernchef Carlos Tavares am Mittwoch in Rueil-Malmaison bei Paris.

Die chinesischen Behörden hätten angeordnet, Fabriken geschlossen zu halten, sagte Tavares. PSA führt mit dem chinesischen Autobauer Dongfeng in der besonders von der Epidemie betroffenen Stadt Wuhan ein Gemeinschaftsunternehmen.

Geschäftlich ist China für PSA ein schwieriges Terrain - es werden laut Tavares Verluste geschrieben. Es laufe nun eine Sanierung. So werden im ersten Halbjahr die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen Changan Automobile verkauft.

In Paris wurde die PSA-Aktie im frühen Handel moderate 0,17 Prozent tiefer bei 17,66 Euro gehandelt. Im Verlauf konnte sie sich jedoch ins Plus vorarbeiten gewann letztlich kräftige 4,75 Prozent auf 18,53 Euro.

Reuters / dpa-AFX

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[finanzen.net] · 26.02.2020 · 19:02 Uhr
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