Protestierende Landwirte weiten Blockaden in ganz Frankreich aus
Die Proteste der Landwirte in Frankreich gehen in die nächste Runde. Vor dem anstehenden Treffen von Agrarverbänden mit dem neuen Premierminister Gabriel Attal am Montag haben die Bauern ihre Blockaden im ganzen Land ausgedehnt.
In Südfrankreich wurden am Montag mehrere Autobahnen bei Toulouse blockiert. Die Landwirte übernachteten an den Blockadeposten auf der A64, wo eine aus Strohballen errichtete Wand in der Nacht in Flammen aufging. Zusätzlich blockierten sie die Zufahrt zum Atomkraftwerk in Golfech. Auch nahe der spanischen Grenze bei Perpignan haben Bauern eine Mautstelle auf einer Autobahn besetzt.
Auch an der deutsch-französischen Grenze in Lauterbourg im Elsass kam es zu Protesten. Französische Landwirte schlossen sich dort gemeinsam mit deutschen Bauern zusammen und blockierten die Brücke einer Landstraße, die die Verbindung zwischen Deutschland und der linksrheinischen Autobahn A35 Richtung Straßburg herstellt.
Die Landwirte in Frankreich sehen sich mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Besonders die Wasserversorgung für ihre Betriebe stellt in Regionen mit anhaltender Trockenheit eine immer größere Herausforderung dar. Zudem sind der Preis des Agrardiesel, Energiekosten im Allgemeinen und die Einkommenssituation der Landwirte sowie übermäßige Vorschriften wichtige Themen der Proteste.
Die Agrarverbände haben angekündigt, ihre Proteste auch in dieser Woche fortzusetzen. (eulerpool-AFX)

